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Politik international

Brüssel gibt Agrargelder an Bulgarien frei

von , am
17.09.2009

Brüssel - Der bulgarische Landwirtschaftsminister Miroslav Naydenov kann aufatmen: Die Europäische Kommission lässt die im vergangenen Jahr eingefrorenen Mittel aus dem Vorbeitrittsprogramm SAPARD wieder fließen.

© Yvonne Bogdanski/Fotolia

Das sicherte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel dem Minister am Rande des Agrarrats am Montag vergangener Woche in Brüssel zu. Wie Fischer Boels Sprecher gegenüber Journalisten bestätigte, hält die Kommission die erbrachten Nachweise für ausreichend, dass Bulgarien die geforderten Verbesserungen in der Mittelverwaltung ordnungsgemäß durchgeführt hat.

Die Behörde drehte dem Balkanstaat im Juli 2008 den Geldhahn zu. Vorgeworfen wurde der Verwaltung vor Ort insbesondere eine schleppende Mittelvergabe und Korruption. Nach Angaben der EU-Kommission geht es insgesamt um rund 110 Millionen Euro, darunter 19,0 Millionen Euro, die Brüssel unmittelbar zurückgehalten hat.

Für weitere 90,6 Millionen Euro wurde die Abrufung noch nicht beantragt. Dafür hat Sofia jetzt noch bis Jahresende Zeit. Gelder, für die bis dahin kein formeller Erstattungswunsch vorliegt, verfallen. Rumänien, dessen Verwaltung der SAPARD-Gelder ebenfalls das Missfallen der Kommission erregt hatte, erhielt nach dem Nachweis der gelobten Besserung bereits im Juli wieder grünes Licht. (AgE)

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