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Politik national

Brunner: Ausbau regenerativer Energien vorantreiben

von , am
27.06.2012

Fürstenfeldbruck - Bei der Energiewende gelte es, die Wertschöpfung bei den Landwirten zu halten. Das sagte der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner als Gastredner vor dem Präsidium des DBV.

Brunner (r.)Sieben Prozent Flächenstilllegung dürfen kein Dogma sein. © Wörle
Zudem wolle das bayerische Landwirtschaftsministerium den Ausbau aller regenerativen Energieträger vorantreiben, um den ländlichen Raum zu fördern. Hinsichtlich des von Agrarkommissar Ciolos vorgesehenen Greenings im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik zeigte sich Brunner zuversichtlich: So dürften sieben Prozent Flächenstilllegung kein Dogma sein. Zudem sei Flächenstilllegung aus seiner Sicht ein Rezept von vorgestern, da Boden nicht vermehrbar sei. Das bayerische Motto lautet nach Aussage Brunners vielmehr „Hände weg von Flächenstilllegung“. Stattdessen setze das bayerische Staatsministerium auf einen integrierten Ansatz, der „Schützen durch Nützen“ heiße.

DBV-Präsidium: Erträge auch in Deutschland steigern

Das DBV-Präsidium tagte zum Auftakt des Deutschen Bauerntages. Das Gremium hält angesichts der wachsenden Weltbevölkerung eine effizientere Agrarproduktion und eine Steigerung der Erträge auch in Deutschland für nötig und hat sich der Haltung der UN-Konferenz "Rio+20" angeschlossen, sagte ein Sprecher nach der nicht-öffentlichen Sitzung.
 
Das Verbandspräsidium diskutierte über eine Erklärung zu erneuerbaren Energien, Flächenverbrauch, EU-Agrarpolitik und Tierhaltung, die heute verabschiedet werden soll. Der Verband wird voraussichtlich eine Korrektur bei der Förderung großer Biogasanlagen anmahnen. Zudem dürfte er erneut mehr Sparsamkeit im Umgang mit Flächen verlangen und sich gegen die Naturschutzpläne von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos aussprechen.

Rukwied mahnt höhere Lebensmittelpreise an

Der designierte Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, sprach sich für höhere Lebensmittelpreise aus. "Ich wünsche mir eine größere Wertschätzung für Lebensmittel, die sich auch in der Bereitschaft ausdrückt, höhere Preise zu zahlen", sagte Rukwied der Zeitung "Die Welt" vom heutigen Tag. In keinem anderen Land gäben die Verbraucher einen so geringen Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Der baden-württembergische Bauernchef Rukwied ist einziger Kandidat für die Wahl des Nachfolgers für den scheidenden Präsidenten Gerd Sonnleitner, die heute stattfinden wird.
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