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Politik national

Bürgerschaftswahl in Bremen: Weiter für Rot-Grün

von , am
23.05.2011

Bremen - Rot-Grün kann in Bremen weiterregieren. Nach Hochrechnungen der ARD kommt das Bündnis nach der Bürgerschaftswahl vom Sonntag auf mehr als 60 Prozent der Stimmen.

Ersten Hochrechnungen zufolge befindet sich die FDP auf einem historischen Tief und ist aus dem Bundestag ausgeschieden. © Hans-Jörg Nisch/aboutpixel
Die SPD bleibt weiter vorn, die CDU wurde am Sonntag jedoch von den Grünen überholt. In Zahlen sieht das so aus:
  • SPD 38,3 Prozent (2007: 36,7)
  • Grüne 22,7 Prozent (2007: 16,5)
  • CDU 20,1 Prozent (2007: 25,6)
  • Linkspartei 5,8 Prozent (2007: 8,4)
Die Wählervereinigung "Bürger in Wut" zieht nach Berichten der ARD wegen einer Besonderheit des bremischen Wahlrechts vermutlich über einen Sitz in Bremerhaven in die Bürgerschaft ein.
 
Die FDP wird nicht vertreten sein. Sie liegt nur noch bei 2,6 Prozent (2007: 6,0). Der SPD-Mann Jens Böhrnsen wird den Ergebnissen zufolge wahrscheinlich Bremer Bürgermeister bleiben.

Wahlbeteiligung auf historischem Tief

Traurig fiel die Wahlbeteiligung aus: Nur 53,6 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben - 2007 waren es noch 57,6 Prozent. Und das, obwohl in Bremen erstmals in einem Bundesland auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben durften.

Grüne sind Gewinner des Suberwahljahres

Als Gewinner des Superwahljahres gehen bislang die Grünen hervor. Sie legen nicht nur als einzige Partei bei allen diesjährigen Wahlen zu, auch in der Sonntagsfrage der vergangenen Woche lagen Sie bei 23 Prozent und damit vier Punkte besser als zu Jahresbeginn. Stärkste Kraft war die Union mit 33 Prozent (-3 im Vergleich zum Jahresbeginn), die SPD liegt bei 26 Prozent (+/-0), die Linkspartei bei acht Prozent (-1) und die FDP unverändert bei vier Prozent.
 
Bei diesen Zahlen sind die Grünen - abgesehen von einer schwarz-roten Koalition - die entscheidende Kraft zur Regierungsbildung. Nach ARD-Angaben sind Schwarz-Grün und Rot-Grün die beiden einzigen Konstellationen mit parlamentarischer Mehrheit.
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