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Politik national

Bund beschließt Förderung im GAP-Übergangsjahr

von , am
21.09.2013

Bund und Länder haben weitere Beschlüsse im Rahmen der GAK zur reibungslosen Umsetzung des Übergangsjahrs 2014 zur Agrarreform gefasst und neue Förderschwerpunkte gesetzt.

Blühstreifen: Die Agrarumweltmaßnahme kann sich betriebswirtschaftlich und finanziell rechnen. © Mühlhausen/landpixel
"Damit die Landwirte auch im Übergangsjahr 2014 trotz der Verzögerungen beim Inkrafttreten der Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik Planungssicherheit haben, wurden nun im Umlaufverfahren weitere Beschlüsse gefasst", heißt es von Seite des Bundesministeriums. Beispielsweise wird die Bürgschaftsregelung im Agrar-investitionsförderungsprogramm (AFP) fortgeführt, Agrarumweltmaßnahmen können über das Jahr 2013 und 2014 hinaus jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden.
 

Bestehende Regelung zur MSL verlängert

Da wichtige Entscheidungen derzeit noch beim Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ausstehen, will der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz mit seinen Beschlüssen für Kontinuität bei den Agrarumweltmaßnahmen gesorgen. So können Maßnahmen der Markt- und standort-angepassten Landbewirtschaftung (MSL), die auch im reformierten Rahmenplan der GAK vorgesehen sind, in den Jahren 2013 und 2014 ausnahmsweise nach Maßgabe des alten Rahmenplans genehmigt werden. Um auch bei der Ausgleichzulage Zeit für Umsetzung der künftigen EU-Vorschriften zu gewinnen, wurden die entsprechenden Regelungen ebenfalls verlängert.

Förderung von Tierschutz

Bund und Länder haben bei der Überarbeitung der Fördergrundsätze neue Schwerpunkte gesetzt. So soll das neue Agrarinvestitionsförderprogramm beispielsweise stärker den Tier- und Ressourcenschutz vorantreiben. Wer einen besonders tiergerechten Stall baut, wird künftig mit bis zu 40 Prozent der Investitionskosten gefördert. Daneben können Investitionen in Stallbauten auch dann gefördert werden, wenn die neuen Gebäude über die bisherigen Standards hinaus besondere Anforderungen an den Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz erfüllen.
 
Auch bei der Agrarumweltförderung werden neue Prioritäten gesetzt. So werden beispielsweise beim ökologischen Landbau die Fördersätze erhöht und neue Maßnahmen zur Förderung der Anlage und Pflege von extensiven Obstbeständen wie Streuobstwiesen eingeführt.
 

Hälfte der Direktzahlungen ab 16. Oktober

 
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