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Wolf in Deutschland

Bundesregierung lehnt Wolfsregulierung ab

Wolfswache
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Katharina Krenn, agrarheute
am
03.04.2017

Einer Abschussfreigabe zur Regulierung der Zahl der Wölfe hat die Bundesregierung eine Absage erteilt. Am Freitag hielten 800 Demonstranten Wolfswache.

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke erläuterte das Bundesumweltministerium vor kurzem, der Wolf sei in Deutschland immer noch „eine Art mit ungünstigen Erhaltungszustand“. Eine pauschale Begrenzung des Bestands sei daher nicht angezeigt. Wichtig sei aber die Minimierung von Konflikten zwischen Mensch und Wolf, unterstrich das Ressort. Hierzu trügen die Managementpläne der Bundesländer einschließlich der Förderung von Präventionsmaßnahmen und dem Schadensersatz erheblich bei.

Die Frage, ob die Bundesregierung Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Vergrämungsmaßnahmen plane, verneinte das Ressort.

Brandenburg veranstaltet Wolfswache

Der Wolf blieb vergangene Woche auch in den Bundesländern ein Thema. Bei einem Fachgespräch am Mittwoch im brandenburgischen Landtag wurde nach Angaben von Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger deutlich, „dass noch nicht bei allen angekommen ist, dass sich die Situation immer weiter zuspitzt und die Kosten für Prävention und Entschädigung aus dem Ruder zu laufen drohen“. Vogelsänger hob hervor, dass die Schutzkategorien des Wolfes in der Europäischen Union zu einem Zeitpunkt festgelegt worden seien, als es westlich von Oder und Neiße keinen heimischen Wolf gegeben habe.

Inzwischen streiften von den zusammen rund vier Dutzend Rudeln, die es in Deutschland heute gebe, etwa die Hälfte dauerhaft oder wenigstens zum Teil durch märkische Wiesen und Wälder. Am Freitag nahm der Minister an der ersten landesweiten Wolfswacht in Brandenburg teil. 800 Menschen nahmen teil und wachten für besseren Wolfsschutz an Lagerfeuern.

Mit Material von AgE
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