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Politik national

BVVG: Losgröße soll auf 15 Hektar begrenzt werden

von , am
29.04.2015

Sachsen-Anhalts Pläne, Flächen von der BVVG zu kaufen sind vom Tisch. Grund dafür ist ein Entgegenkommen des Bundes. Die Losgröße soll nun von 25 auf 15 Hektar begrenzt werden.

Für Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens ist die Begrenzung der Losgröße ein Teilerfolg. © pd
Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt in einer Pressemitteilung schreibt, zeigt der Bund Bereitschaft die Privatisierungsgrundsätze im Sinne der Vorstellungen des Landes anzupassen. Ein entsprechender Vertrag wird derzeit vorbereitet. Es geht um eine Verkleinerung der Losgrößen von bisher 25 Hektar auf 15 Hektar und eine Verlängerung des Privatisierungszeitraums der Bodenverwertungs- und - verwaltungs GmbH (BVVG) um fünf Jahre bis zum Jahr 2030.
 Der ursprüngliche Plan Sachsen-Anhalts, nämlich Flächen von der BVVG zu erwerben ist mit diesem Zugeständnis seitens des Bundes nicht mehr aktuell. Diese Änderungen waren zentrale Forderungen des Landes. Sie ermöglichen Landwirten einen besseren Zugriff beim Erwerb von BVVG-Flächen. Landwirtschaftsminister Onko Aeikens freut sich über diese Entwicklung: "Mit diesem Teilerfolg hat sich der jahrelange Einsatz des Landes für eine für Landwirte erträglichere Privatisierungspraxis durch die BVVG gelohnt. Das ist eine gute Lösung für unsere Landwirte."

BVVG hat noch 42.000 Hektar in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt strebt an, im Rahmen des Hochwasserschutzes von der BVVG ca. 3.500 Hektar Land zu übernehmen. Damit soll dem Land ermöglicht werden, notwendige Flächen für den Bau von Deichen oder Poldern zur Verfügung zu haben. 
Derzeit hält die BVVG noch rund 42.000 Hektar Land in Sachsen-Anhalt. Seit 1992 hat der Treuhandnachfolger 140.000 Hektar verkauft. Die BVVG verwaltet sei 1992 die Flächen der aus der Bodenreform 1945 -1949, die im Eigentum des Bundes stehen.
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