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Wettbewerb

CeresAward 2021: Die Finalisten der Kategorie Energielandwirt

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am Donnerstag, 24.06.2021 - 10:39 (Jetzt kommentieren)

Diese Landwirte sind für die Shortlist des CeresAward 2021 in der Kategorie Energielandwirt nominiert.

Im Herbst 2021 ist es wieder so weit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward 2021 den begehrten Titel Landwirt des Jahres 2021 gewinnt. 

Derzeit arbeitet die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteurinnen und Redakteuren von agrarheute, auf Hochtouren, besucht die Finalistinnen und Finalisten auf ihren Höfen, fühlt ihnen auf den Zahn und prüft, ob die Bewerbungen halten, was sie versprechen. 

Auch in diesem Jahr wird der CeresAward unterstützt vom Hauptsponsor Deutz-Fahr.

Die Kategorie Energielandwirt wird von der R+V Versicherung als Sponsor sowie von der Agentur für erneuerbare Energien als ideeller Partner unterstützt. 

Josef Kneer, Büren 

Doppelt genutzt 

Die Beeren von Josef Kneer gedeihen in einem Gewächshaus, genauer gesagt in einem Kombigewächshaus. Denn das Dach besteht nicht aus Glas oder Plastik, sondern aus Photovoltaik(PV)-Modulen. Damit ist Kneer ein echter Pionier im Bereich Agri-PV-Anlagen. Insgesamt hat der Ackerbauer 4.200 m2 Fläche mit bifacialen PV-Modulen überdacht. Diese haben eine Ost- und Westausrichtung, eine Dachneigung von 15°, eine Leistung von 750 kWp und lassen sich doppelt Nutzen: Sie produzieren grünen Strom und nachhaltiges Beerenobst. Damit Himbeeren und Heidelbeeren ohne lange Transportwege und Verpackungsmaterial direkt zum Verbraucher gelangen, entsteht gerade ein Hofladen und ein Onlineshop. 

Hans Pfeffer, Odenheim 

Gut gemixt 

Gemächlich fließt das Wasser an der Bannmühle von Hans Pfeffer in Odenheim am Glan, Rheinland-Pfalz, vorbei und produziert dabei Strom – bereits seit 1910. Zwei Francis-Schachtturbinen mit einer Leistung von 50 kW sorgen für die Stromversorgung der Bannmühle. Der Biobauer setzt zudem auf eine 20 kW Photovoltaikanlage und eine Hackschnitzelheizung, für ein Tagungshaus und 13 Gästezimmer. Das Holz dafür stammt aus eigenen Ländereien und von alten Apfelbäumen. Denn auf einer Fläche von 5 ha baut der Landwirt vor allem Saftäpfel für die eigene Kelterei an. Seine Streuobstwiesen sind nicht nur Lebensraum für allerlei Insekten, sondern auch für seine 40 Glanrinder. Fleisch, Wurst, Obst, Säfte und Eier - alles aus eigener Herstellung - verkauft er in seinem Hofladen. 

Thomas Karle, Kupferzell 

Natürlich gedüngt 

Drei große, grüne und halbrunde Kugeln ragen in Kupferzell in den Himmel – die Kuppeln der Biogasanlage von Thomas Karle. Gefüttert wird die Anlage überwiegend mit pflanzlichen Reststoffen, wie Gemüsereste, Gülle, Mist, Maisstroh etc. Die Abwärme dient zu 100 Prozent einem Nahwärmenetz, einer Getreide- und einer Gärprodukttrocknung. Das getrocknete Gärprodukt verarbeitet der Landwirt anschließend zum Naturdünger NADU. Sein neuestes Projekt „Agriplus Hohenlohe“ widmet sich der innovativen Nährstoffrückgewinnung: Zuerst wird aus Gülle und Mist Biogas erzeugt, dann werden die Nährstoffe gezielt extrahiert und anschließend punktgenau und bedarfsgerecht als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht – ein bisher einmaliges Projekt. 

Alle News und Impressionen rund um die Hofbesuche bekommen Sie auf der Facebook-Seite und dem CeresAward auf Instagram. 

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