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CeresAward

CeresAward: Fantastisches Gefühl von Gemeinsamkeit

Landwirt des Jahres
am
20.02.2019

Tobias Ilg hat im Oktober 2018 den CeresAward Landwirt des Jahres errungen. Was hat sich bei dem Landwirt seither verändert.

Spielt der Preis bei Ihnen jetzt noch eine Rolle oder ist Alltag eingekehrt?

In den ersten Wochen war der Hype groß. In Österreich war der Preis bisher nicht so bekannt. Aber so wie das diesmal bei uns durch die Presse ging, war das ziemlich enorm. Mittlerweile ist der Alltag eingekehrt. Aber wir haben immer noch Anfragen von Zeitungen. Und Leute, die von unserem Sieg gehört haben, wollen Führungen auf unserem Hof haben.

Was hat sich durch den Preis bei Ihnen verändert?

Wir haben erkannt, wie wichtig Social Media-Kanäle sind, um die Landwirtschaft ins richtige Licht zu setzen. Mir war es immer wichtig zu kommunizieren, dass der Preis ein Erfolg des gesamten Teams ist und das ich nicht alleine gewonnen habe.

Was hat Ihnen der Preis für den Betrieb gebracht?

Wir sind bekannter geworden und werden mit den Themen Biomasse und Pflanzenkohle in der Region verbunden. Das hat einen richtigen Kick gegeben. Wir konnten Partnerschaften knüpfen und haben Leute angesteckt, mit dem, was wir tun.

Hat sich die Wahrnehmung des Berufsstands durch den Preis verändert?

Im Vorarlberg, wo wir zuhause sind, ist die Milchviehhaltung vorherrschend. Viele haben uns nicht als Landwirte wahrgenommen. Das hat sich durch den Preis geändert. Jetzt nehmen viele den landwirtschaftlichen Bezug wahr. Sie freuen sich, dass wir für die Landwirtschaft Öffentlichkeitsarbeit machen. Diese Freude ist manchmal nicht ungetrübt, weil ich auch sage, wenn mir etwas in der Landwirtschaft nicht passt. Da bin ich streitbar.

Kamen durch den Sieg zusätzliche Aufgaben auf sie zu?

Ich hatte tolle Termine bei der bayerischen Landjugend in Grainau, auf der Eurotier und der Grünen Woche. Das sind sicher Pflichttermine für einen Landwirt des Jahres, aber es hat mir auch Spaß gemacht. Ich würde mir noch mehr Termine wünschen zum Thema Erneuerbare Energien, weil das einfach mein Thema ist und ich es wichtig finde, hier noch mehr aufzuklären.

Wie haben die Mitarbeiter reagiert?

Die Mitarbeiter waren ebenfalls stolz, dass wir den Preis erhalten haben. Außerdem habe ich die Hälfte des Preisgeldes an die Mitarbeiter verteilt. Das fanden die auch gut.

Was haben Sie mit der anderen Hälfte gemacht?

Die haben wir an landwirtschaftliche Hilfswerke in Österreich und Deutschland gespendet. Ich finde, wer so einen tollen Preis bekommt, der sollte auch solidarisch mit denen sein, denen es nicht so gut geht.

Wie haben die Nachbarn reagiert?

Überraschend viele Landwirte, aber auch Nachbarn, die nichts mit der Landwirtschaft zu tun haben, haben sehr positiv reagiert. Die Meldung unseres Sieges verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Am ersten Tag kamen vor allem Rückmeldungen aus der Region, am zweiten und dritten erhielten wir die Gratulationen aus ganz Österreich.

Was war das Highlight bisher für Sie?

Es ist ein Wahnsinn, Landwirt des Jahres zu werden. Es war schon toll in der Sparte Energie gewonnen zu haben. Aber als der Laudator auf der Bühne im ersten Satz ansetzte: „Er denkt in Kreisläufen…“, da wusste ich, dass ich es werde und da habe ich mich wie auf Wolke 7 gefühlt. Das hat sich noch verstärkt, weil sich die anderen Finalisten mit mir gefreut haben. Jeder hat mir gratuliert. Das ist so ein fantastisches Gefühl von Gemeinsamkeit.

Wie geht es weiter, was planen sie noch?

Wir wollen ein Video machen für andere Landwirte. Ich glaube, viele haben eine Hemmschwelle sich beim CeresAward zu bewerben. Dabei ist der Aufwand im Vergleich zu dem, was man bekommt, wirklich gering.

Warum sollte man sich bei CeresAward bewerben?

Um mit Stolz seine Arbeit und Leistung zu präsentieren und andere Landwirte mit seinen Ideen inspirieren und sich selbst begeistern lassen.

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