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Politik national

Christian Schmidt: Wünsche an den Neuen

von , am
19.02.2014

Seit Dienstag ist Christian Schmidt im Amt. Was sich Verbände und Politiker vom neuen Bundeslandwirtschaftsminister erwarten, lesen Sie hier.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Ökoverornung:" Wir haben die europäische Regelung für den Öko-Landbau einen guten Schritt nach vorne gebracht." © CSU
Seit Dienstag ist Christian Schmidt Bundeslandwirtschaftsminister. Der 56-jährige Jurist freut sich "auf die spannenden Aufgaben des Hauses". Bei seiner Amtsübernahme hatte er angekündigt, dass er sich auf die Stärkung des ländlichen Raums konzentrieren wolle. Außerdem sei es ihm wichtig "auch den Blick auf unsere internationale Verantwortung im Ernährungsbereich zu lenken".
 
Was sich Politiker und Verbände im Gegenzug vom neuen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erwarten, lesen Sie hier.

Rukwied erwartet stabile Rahmenbedingungen für Betriebe

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, wünscht Schmidt "alles Gute, viel Kraft und stets eine glückliche Hand" bei seinen Entscheidungen. Rukwied erwartet sich von Schmidt Rahmenbedingungen, "die den Betrieben Entwicklungsperspektiven sichern und Investitionsmöglichkeiten schaffen."
 
Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, rechnet damit, dass Christian Schmidt aus seinem Wahlkreis Fürth die Herausforderungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft und des ländlichen Raums genau kennt. "Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bundesminister und setzen auf Kontinuität in der Wirtschaftspolitik für den ländlichen Raum", so Nüssel.

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hoffen, dass Schmidt das Landwirtschaftsministerium "in der Hauptsache als Wirtschaftsressort betrachtet", sagt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer von BLL und BVE.

Naturland/Grüne: Anbau von gv-Mais 1507 verhindern

Der Öko-Verband Naturland begrüßt die schnelle Regelung der Ministernachfolge. Denn: "Der überraschende Rücktritt von Hans-Peter Friedrichs darf nicht dazu führen, dass wichtige Entscheidungen aufgeschoben werden", sagt Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender. Er fordert von Schmidt, das noch von seinem Amtsvorgänger Friedrich angekündigte nationale Anbauverbot für den gv-Mais 1507 möglichst rasch in die Tat umzusetzen.
 
Dieser Forderung schließt sich Harald Ebner, Gentechnikexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, an: "Ich gratuliere Christian Schmidt zu seinem neuen Amt und erwarte, dass er jetzt entschlossen alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen wird, um Deutschlands Äcker frei von Gentechnik zu halten. Er muss alle politischen und rechtlichen Mittel prüfen, die Genmais-Zulassung noch zu stoppen oder gegebenenfalls wieder auszusetzen."
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