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Wirtschaft

Claas verzeichnet Gewinneinbruch um 50 Prozent

pd/nc
am
17.12.2014

Der Gewinn des Landtechnikunternehmens Claas brach 2014 um 46,7 Prozent ein. Gründe dafür seien die neuen Abgasnormen in Europa und den USA sowie die hohen Abschreibungen auf das Werk in Russland.


Während der Umsatz des Landtechnikherstellers Claas konstant auf Vorjahresniveau (3.823 Millionen Euro) blieb, brach der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um 46,7 Prozent ein. Grund dafür seien unter anderem hohe Abschreibungen auf das Werk in Russland.  Auch die höheren Kosten durch neue Abgasnormen in Europa und den USA sollen den Gewinn reduziert haben.
 
"Das schlägt auf die Marge, die Kunden sind nicht bereit, dafür zu bezahlen", sagte Lothar Kriszun, der Sprecher der Claas-Konzernleitung.

Märkte in Asien und Nordamerika gingen zurück

Nach eigenen Angaben des Unternehmens blieben die Wachstumsimpulse in Westeuropa  aus. Die Marktentwicklung in Osteuropa und in Lateinamerika war im Geschäftsjahr 2014 rückläufig. In Asien und Nordamerika gingen die Landtechnikmärkte im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. 
 
 "Wir haben uns 2014 in einem schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld gut behauptet und konnten unseren Marktanteil bei Kernprodukten wie Mähdreschern und Traktoren weiter ausbauen", sagte der Claas Sprecher.
 

Werk in China übernommen

Wie das Unternehmen erklärt, ist die Übernahme von Shandong Jinyee Machinery Manufacturing in China erfolgreich abgeschlossen. Das neue Claas Unternehmen trug zu einer deutlichen Umsatzsteigerung in Asien bei. "Die Internationalisierung von Claas ging mit großen Schritten voran", sagt der Sprecher. Nach der Firmenübernahme arbeitet jetzt jeder zehnte Mitarbeiter in China, meldet Claas. 
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