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Politik EU

Copa-Cogeca äußert Bedenken zur GAP-Reform

von , am
28.09.2011

Brüssel - Copa-Cogeca mahnen an, den stabilen europäischen Agrar-Lebensmittelsektor nicht durch die kommende GAP-Reform zu gefährden.

Copa-Präsident Gerd Sonnleitner bezeichnet die 2020-Strategie der Kommission für grünes Wachstum als den richtigen Weg. © Werkbild
Brüssel - Die EU-Landwirte- und Genossenschaftsverbände  Copa-Cogeca weisen darauf hin, dass auch die globalen Herausforderung wie steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und Klimawandel nicht vergessen werden dürfen.Copa-Präsident Gerd Sonnleitner bezeichnet die 2020-Strategie der Kommission für grünes Wachstum als den richtigen Weg. Allerdings sei in den jüngsten Reformen zu viel Wert auf die strengen EU-Standards in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz gelegt worden. Das gehe häufig zulasten von Wirtschaftsleistung und Wettbewerbsposition der EU-Landwirtschaft. "In der heutigen Welt müssen sowohl umwelttechnische als auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit erreicht werden. Laut den Vorschlägen zur zukünftigen GAP plant die Kommission jedoch, denselben Weg zu beschreiten wie bisher, was mehr Auflagen für die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität der Landwirte bedeutet. Pläne, wonach Land aus der Produktion herausgenommen werden soll, sind angesichts der Wirtschaftskrise, vor der die EU steht, und des weltweit steigenden Bedarfs an Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen nicht sinnvoll.".
 
Paolo Bruni, Cogeca-Präsident, verwies auf die sehr spezifischen Vorschläge der beiden Dachorganisationen, wie grünes Wachstum erreicht werden kann und rief den Kommissions-Präsidenten Jose Manuel Barroso auf, diese in die Reformvorschläge der GAP aufzunehmen. "Die Landwirte und ihre Genossenschaften haben das europäische Aufbauwerk stets unterstützt, und mit dem Rückhalt einer starken GAP sind wir bereit, unseren Teil zur Erreichung von mehr Stabilität und Wohlstand beizutragen", so Bruni.
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