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Politik EU

Copa-Cogeca fordern verstärkte Agrar-Absatzförderung

von , am
27.09.2011

Brüssel - Die europäischen Bauernverbände Copa und Cogeca rufen zu einer Intensivierung der EU-Absatzförderungspolitik am Binnenmarkt und in Drittländern auf.

Für Copa-Präsident Gerd Sonnleitner fordert, sind die Beschlüsse aus Strassburg eine gute Arbeitsgrundlage. © Mühlhausen/landpixel
So steht es in einer am Freitag verabschiedeten detaillierten Stellungnahme zum Grünbuch der Europäischen Kommission über die EU-Absatzförderungspolitik für Agrarerzeugnisse . Die Stellungnahme von Copa-Cogeca fließt in die einschlägige öffentliche Anhörung der Kommission, die am 30.09.2011 endet, ein. "Auf einem zunehmend wettbewerbsgeprägten Markt muss die EU verstärkt Absatzförderung sowohl im Binnenmarkt als auch auf Nicht-EU-Märkten betreiben. So soll die Gemeinschaft ihre Marktanteile erhalten und weiter steigern sowie sicherstellen, dass die Verbraucher angemessen über die hohen EU-Produktionsstandards - wie im Bereich des Tierschutzes - und die strengen Qualitätsstandards informiert sind, die bei Importen nicht einzuhalten sind", betonte Copa-Präsident Gerd Sonnleitner.
 
Zudem müsse die Vereinfachung der Verwaltungsverfahren ein Kernelement der anstehenden Reform der EU-Absatzförderungspolitik sein. Die aktuelle Politik sei mit unnötigem bürokratischem Aufwand befrachtet, was häufig zur Folge hätte, dass Werbekampagnen nicht voll ausgeschöpft werden. "Ein weiterer Schlüsselaspekt der Position von Copa-Cogeca ist es, die Vermarktung der Herkunft eines Produkts zu ermöglichen, selbst wenn dies nicht durch die EU-Gesetzesregelung zur Qualitätspolitik abgedeckt ist", unterstrich Cogeca-Präsident Paolo Bruni und forderte deshalb eine flexiblere EU-Politik zur Bewerbung von Markenprodukten. "Im Übrigen ist größere Kohärenz zwischen der Absatzförderungspolitik und der Handelspolitik geboten, und es muss auch die Liste der von dieser Politik erfassten Produkte aktualisiert werden", erklärte Bruni abschließend.
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