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Politik EU

Copa-Präsident Sonnleitner legt Amt nieder

von , am
20.09.2013

Brüssel - Nach langjährigem Engagement als europäischer Bauernvertreter zieht sich Gerd Sonnleitner nun aus der politischen Arbeit zurück.

Gerd Sonnleitner setzte sich jahrzehntelang auf internationaler Ebene für den Bauernstand ein. © bem
Gerd Sonnleitner legt sein Amt als Präsident des EU-Landwirteverbandes Copa nieder. Bereits im vergangenen Jahr hat der 65-jährige Niederbayer nach 21 Jahren an der Spitze des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) seine Funktion als Präsident an seinen Nachfolger Walter Heidl abgegeben. Von 1996 bis 2012 war er außerdem Präsident des Deutschen Bauernverbandes, von 2001 bis 2003 und von 2011 bis 2013 stand er dem europäischen Bauernverband Copa vor.
 
In Brüssel hatte Sonnleitner die Gespräche über die Reform der EU-Agrarpolitik bis zuletzt begleitet. Nachdem die GAP-Verhandlungen länger als geplant dauerten, hatten die 60 Mitgliedsverbände des europäischen Bauernverbandes COPA Sonnleitners Amtszeit bis September 2013 verlängert.
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Sonnleitner erntet Dank

"Sonnleitner hat sich bei der Diskussion um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik für einen starken Agrarhaushalt eingesetzt und in den Mitgliedstaaten die Vorteile der GAP deutlich gemacht. Als Vertreter der Bauern und der Landwirtschaft hat er alles daran gesetzt, eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik für die 14 Millionen europäischen Landwirte und die 500 Millionen Verbraucher der Union auf den Weg zu bringen ", bedankte sich der Bayerische Bauernverband bei Sonnleitner.
 
Als Vertreter des bäuerlichen Berufsstandes habe Sonnleitner immer die gesellschaftliche Bedeutung der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in den Vordergrund gestellt. Gleichzeitig vermittelte er den Bäuerinnen und Bauern ihre Verantwortung für hochwertige Nahrungsmittel, im Umgang mit der Natur und im Verhalten untereinander.
 

Sonnleitner machte sich verdient

"Mein Antrieb war es, die Interessen der Bauernfamilien zu vertreten und die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit aktiv mitzugestalten. Das war und ist für mich eine Herzensangelegenheit ", sagte Sonnleitner. "Für seinen enormen Einsatz zollen ihm die bayerischen Bauernfamilien tiefen Respekt und höchste Anerkennung. Danke Gerd ", sagte sein Nachfolger als BBV-Präsident, Walter Heidl. "Durch seine Arbeit konnte es gelingen, dass die Land- und Forstwirtschaft heute als Schlüsselbranche gilt. " Für seinen Einsatz um die Landwirtschaft in Bayern, Deutschland und Europa bekam Sonnleitner im Februar 2013 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der Bayerische Bauernverband ernannte ihn zum Ehrenpräsidenten.
 

Bauerntag-Finale: Kundgebung, Ehrung und Protest (Juli 2012)

Im Mittelpunkt des Abschlusstages auf dem Bauerntag 2012 stand die Kundgebung des neuen Bauernpräsidenten Joachim Rukwied. Darüber hinaus wurde Gerd Sonnleitner zum Ehrenpräsidenten ernannt. 300 Delegierte protestierten gegen den Flächenfraß. Mit Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Umweltminister Peter Altmaier war Politikprominenz vertreten.
 
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