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Politik international

Copa/Cogeca gegen Kürzung des EU-Agrarbudgets 2011

von , am
08.12.2010

Brüssel - Die EU-Landwirte- und Genossenschaftsverbände Copa und Cogeca warnen laut einer Aussendung davor, den EU-Agrarhaushalt 2011 wie vorgeschlagen um drei Prozent zu kürzen.

© fotolia

Copa-Generalsekretär Pekka Pesonen: "Die Einkommen der Landwirte in der EU sanken voriges Jahr um fast 12 Prozent und erreichen mit weniger als 50 Prozent der Durchschnittsverdienste anderer Sektoren eine kritische Marke."

Harter Kampf um die Existenz

Es sei "vollkommen inakzeptabel" angesichts der Herausforderungen an die Landwirtschaft wie zunehmende Handelsliberalsierung, Klimawandel, extreme Preisvolatilität und zunehmende Nachfrage nach Nahrungsmitteln den Druck auf die Existenzen der europäischen Landwirte noch weiter zu verstärken.

Spielraum von 1,6788 Milliarden Euro 

Besonders, so Pesonen, da im Entwurf für das EU-Budget 2011 noch ein beträchtlicher Spielraum von 1,6788 Milliarden Euro zu der in der finanziellen Vorschau festgelegten finanziellen Obergrenze bestehe. Um den wachsenden Ansprüchen gerecht werden zu können, bedürfe es einer starken Gemeinsamen Agrarpolitik GAP mit ausreichendem Budget.

Ausreichende Budgetierung ist das A und O

"Copa und Cogeca appellieren nachdrücklich an die Verhandler der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates, den Budgetentwurf abzuändern, wenn sie zusammentreffen. Copa und Cogeca verlangen eine Anhebung des EU-Agrarbudgets gegenüber 2010 im selben Ausmaß, in dem der Gesamthaushalt steigt." Dies sei lebenswichtig für die Zukunft eines florierenden Agrarsektors in der EU mit 28 Millionen Beschäftigten, die ihrerseits zur wirtschaftlichen Lebensfähigkeit und Attraktivität des ländlichen Raumes beitragen. (aiz)

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