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Politik international

Copa/Cogeca wollen intensiver mit EU-Parlament kooperieren

von , am
03.12.2009

Brüssel - Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages wollen die Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa und Cogeca enger mit den EU-Parlamentariern zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen für aktuelle Probleme suchen.

© Kzenon/fotolia

Der Vertrag von Lissabon räumt den EU-Abgeordneten größere Machtbefugnisse im europäischen Beschlussfassungs-Prozess zu Fragen der Landwirtschaft ein.

"Vor dem Hintergrund der anstehenden Debatten zur Zukunft der GAP nach 2013 und zur Überprüfung des EU-Haushalts setzen sich Copa und Cogeca mit aller Kraft für die Erhaltung einer gemeinsamen und starken EU-Agrarpolitik in der Zukunft ein", erklärte Copa-Präsident Padraig Walshe.

Walshe: Genügend Finanzmittel bereitstellen

Von lebenswichtiger Bedeutung seien jeweils richtige Politiken und Anreizmittel, damit die Landwirte ihre Tätigkeit weiter ausüben können und eine massive Landflucht in der EU vermieden werden kann. "Es kommt entscheidend auf das Bereitstellen ausreichender Finanzmittel an, damit Europa in der Lage ist, den künftigen Herausforderungen - wie etwa Kampf gegen den Klimawandel und gesicherte Nahrungsmittelversorgung der Verbraucher zu vernünftigen Preisen - zu begegnen. Angesichts ihrer gesteigerten Legislativ-Befugnisse in agrarpolitischen Fragen werden die Europa-Abgeordneten diesbezüglich eine wichtige Rolle zu spielen haben. Wir streben eine Zusammenarbeit in diesen Fragen an ", so Walshe.

Zusammenarbeit künftig intensivieren

"Das Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages signalisiert den Willen der Mitgliedstaaten, die Voraussetzungen für eine gemeinsame Zukunft zu schaffen. Die europäischen Landwirte und landwirtschaftlichen Genossenschaften hoffen in Zukunft voll mit den EU-Abgeordneten und allen Institutionen der Union zusammenarbeiten zu können", hielt Cogeca-Präsident Gert Van Dijk fest.

Copa/Cogeca ist die gemeinsame Stimme der Landwirte und ihrer Genossenschaften in der EU und zählt insgesamt 76 Mitgliedsorganisationen. Die Copa steht für 15 Millionen landwirtschaftliche Erwerbstätige, während Cogeca die Interessen von 40.000 agrarischen Genossenschaften vertritt, in denen rund 660.000 Menschen beschäftigt sind. Ziel dieser Organisationen ist die Gewährleistung einer nachhaltigen, innovativen, starken und wettbewerbsfähigen EU-Landwirtschaft, die einer halben Milliarde Bürgern in ganz Europa eine gesicherte Versorgung mit Lebensmitteln bietet. (aiz)

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