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Bundesagrarministerium

Corona-Verbreitung über importierte Lebensmittel unwahrscheinlich

Made in China
am Freitag, 28.02.2020 - 09:24 (1 Kommentar)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt klar: Entgegen anderslautenden Behauptungen ist eine Corona-Infektion über importierte Lebensmittel nicht wahrscheinlich.

Seit einigen Tagen kursieren Behauptungen, eine Infektion mit dem Coronavirus sei durch importierte Lebensmittel vor allem durch tierische Produkte möglich oder sogar wahrscheinlich (lesen Sie dazu auch folgenden Kommentar).

Auf Grundlage der Erkenntnisse und Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) widerspricht das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft diesen Darstellungen.

Keine Infektion über Lebensmittel oder Gebrauchsgüter bekannt

Bundesagrarministerin Julia Klöckner betont: „Nach derzeitigem Wissensstand ist unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel die Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Hauptgrund dafür ist die relativ geringe Umweltstabilität der Viren.“

Diese Einschätzung – darauf weist das BfR hin – gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum, denen zufolge bislang bekannte Coronaviren auf Oberflächen bis zu neun Tagen überleben können.

Es gibt, so das BfR, derzeit keine nachgewiesenen Fälle, bei denen Menschen sich über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importierte Bedarfsgegenstände mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt.

Falsche Behauptungen in Umlauf gebracht

Tierrechtler hatten in den vergangenen Tagen behauptet, das Coronavirus würde über tierische Lebensmittel übertragen, weshalb diese generell zu meiden seien. In einer Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbüros hieß es sogar, wer einhundertprozentig sicher eine Ansteckung vermeiden wolle, solle auf Fleisch und tierische Lebensmittel verzichten.

Diesen Behauptungen widersprechen die Infektionskrankheitsexperten sowohl des Robert-Koch-Instituts (RKI) als auch des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

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