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Politik international

Dänen geben Gas

von , am
19.03.2010

Kopenhagen - Dänemark lockert die Auflagen für wachstumswillige Landwirte und Investoren. Obergrenzen für Tierzahlen und die Flächenbindung entfallen, wenn die Gülle in Biogasanlagen geht.

© Mühlhausen/landpixel.de

Die Regierung in Kopenhagen hat einen "Grünen Wachstumsplan" verabschiedet, berichtet Agra Europe London. Unter anderem soll die Biogasproduktion im Land einen Schub erhalten.

Da dieses Biogas in Dänemark vorwiegend auf Grundlage von Gülle hergestellt werden soll, wäre eine neue Möglichkeit der Gülleverwertung geschaffen. Wenn die Gärrückstände getrocknet und zu Pellets aufbereitet werden, wären sie als Düngemittel handelbar. Damit wiederum würde die bisherige strenge Flächenbindung entfallen. Allerdings würden solche Tierhalter den landwirtschaftlichen Status verlieren und als gewerblich klassifiziert werden.

Außerdem sind in dem Gesetzespaket Erleichterungen für Investoren enthalten, die Kapital für landwirtschaftliche Betriebe bereitstellen wollen. Die dänische Schweinehaltung ist in den vergangenen Jahren zunehmend an Grenzen gestoßen, weil die Verwertung der Gülle schwieriger wurde. In der EU ist Dänemark das fünftgrößte Erzeugerland für Schweine. (lid)

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