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Ernährung und Gesundheit

Danone führt als erster EU-Konzern Süßstoff Stevia ein

Externer Autor
am
28.05.2010

Paris - Als erster europäischer Lebensmittelkonzern führt das französische Unternehmen Danone demnächst den natürlichen Süßstoff Stevia in seine Produktpalette ein.

Im Juni komme in dem Hauptsitz-Land ein neues Fruchtjoghurt aus der Reihe Taillefine auf den Markt, das mit der aus Südamerika stammenden Pflanze gesüßt sei, teilte das Unternehmen mit. Frankreich hatte im Dezember als erstes Land in der Europäischen Union die Verwendung des Stoffes erlaubt. Die auch als Honigkraut bekannte Stevia ist angeblich rund 300-mal süßer als Zucker und hat keine Kalorien. Weil sie aber einen Nachgeschmack von Lakritze hat, werden dem neuen Fruchtjoghurt weiterhin 2,5 Prozent Rohrzucker beigemengt, erklärte Danone.

In der EU ist Stevia als Lebensmittelzusatzstoff noch nicht erlaubt 

Während die Stevia-Pflanze in ihrer Heimat seit Jahrhunderten zum Süßen dient, wurde sie außerhalb Südamerikas erst vor einigen Jahrzehnten eingeführt. In Japan ersetzt das Süßkraut seit den 70er-Jahren den künstlichen Süßstoff Aspartam. In der Schweiz, den Vereinigten Staaten und Australien ist die Substanz seit Kurzem erlaubt. In der Europäischen Union steht noch die Genehmigung der EU-Kommission aus. Nach einem positiven Bescheid der europäischen Lebensmittel-Sicherheitsbehörde EFSA vom April wird damit aber in den kommenden Monaten gerechnet. (aiz)

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