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Dorf und Familie

Darf Gärrest aufs Grünland und wo wird schon Gülle gefahren?

Externer Autor ,
am
22.02.2013

Was kommt auf die zukünftige Schwiegertochter im Betrieb zu? Darf man Gärrest aufs Grünland fahren? Und wer fährt jetzt schon Gülle?

Gülleausbringung 2013
Der Winter hat auch die User bei Landlive fest im Griff, manche werden in hinblick aufs Güllefahren schon nervös: Fendtdriver95 fragt: "Ist von euch schon Jemand gefahren, bzw. Habt ihr noch Platz? Bei uns in der Gegend siehst allmählich sehr eng aus mit dem Lagerplatz, haben noch knapp 20 cm Schnee und Nachts 10 Grad Minus" Und K700 schreibt: "das Endlager ist zum zerbersten voll, fangen übermorgen an, die ersten 1000 Kubik müssen raus! Haben 24000 im Jahr. Ca. 8cm Schnee und kaum Frost im Boden, können also nur nachts fahren."  2011 fragt darauf mit etwas Unverständnis: "Wieso kann jetzt der Lagerraum für Gülle schon voll sein, hab ihr noch níchts von 6 Monatiger Lagerraumkpazität gehört? Wie habt Ihr euere Ställe oder Anlage genehmigt bekommen ? Bei mir wurde 6 Monate Lagerraum verlangt bevor ich die Baugenehmigung erhalten habe. Jetzt Gülle auszubringen ist doch Schwachsinn, und macht den Ruf der ganzen Landwirtschaft kaputt, und wir bekommen wegen solchen Managmentfehlern einzelner immer noch schlimmere Auflagen. Wir hatten auch schon Jahre, da war bei uns Schnee bis Anfang bzw. mitte April, und bis dahin auch keine Gülleausbringung möglich, was macht Ihr denn in solchen Jahren ?"  WeissJohannes ärgert genau das selbe Thema im eigenen Betrieb: "Für mich betrieblich Regt seit wochen auf . Das die vom Amt kalkulierte und gebaute Güllegrube statt 6monate nur für knappe 4 monate reicht . Da stellt mich schon des öfteren die frage ob die Herren ihre aussagen die sie auf guten papier errechnen auch mal in der praxis nach kontrolliern. Ärgerlich für mich . Wenn wir gewusst hätten, wäre die Grube entweder grösser im Durchmesser oder wäre tiefer statt 4 m eben 6m tief gebaut worden da bei der Tauchschneidpumpe die Grubentiefe nicht das Problem gewesen wäre . Nun geht der Mist von vorne los."

Gärreste auf Grünland

Karlo  möchte wissen: "Gibt es (negative) Erfahrungen mit der Ausbringung von Gärresten auf Grünland? Speziell denke ich da an die Gefahren von Krankheits-Verschleppungen aus Biogasanlagen mit Gülle und Misteintrag aus verschiedenen Betrieben mit Rindern und Schweinen. Zwischen den Schnitten liegen ja zwischen Ausbringung und Ernte nur rund 4 Wochen." Die Meinungen gehen bei diesem Thema durchaus auseinander. Darky meint: "Würde ich nur im Herbst machen nachm letzten Schnitt, damit sich das Risiko in Grenzen halten lässt." und brummfieds schreibt: "also ich rate dir davon ab!! Wir hatten hier in der Gegend auch einen Landwirten, der meinte, das Zeug auf Grünland ausbringen zu müssen. Zuerst sind ihm 30 Kühe verreckt im Winter, von der Grassilage, dann hat er die Silage in die Biogasanlage geschmissen und sich andere gekauft, um zu verhindern das noch mehr Kühe abgehen. Die Flächen hat er ,wegen nachgewiesener Nemathoden, alle einmal umgebrochen und neu angesäht. Sein Kuhbestand und seine Zucht konnte er nicht wieder in den Griff bekommen, immer wenn er etwas besseres Futter und ein wenig Kraftfutter gefüttert hat, gingen die Tiere von der Leistung noch mehr ab. Schlussendlich hat es ihm seinen Betrieb ruiniert. Fazit: auf Acker ja auf Grünland Nein!" Dagegen meint Agraler: "lso wir führen seit mittlerweile 2 Jahren Gärrest aus der eigenen Anlage aufs Grünland. Gülle ist aus dem eigenen Betrieb und Mist wird neben dem Eigenen auch der von umliegenden Landwirten vergast. Mir sind keine Probleme bekannt." und Matthias schreibt: "Also ich denke auch es ist nicht gefährlicher als wenn man Rindergülle einsetzt, im Fermenter wird eigentlich alles abgetötet was gefährlich werden könnte und das gilt auch für die Botullismuserreger. Jedenfalls konnte ein Zusammenhang nicht bewiesen werden. Ich würde natürlich nur von Nawaro Anlagen Gärrest verwenden also nur von Anlagen mit landwirtschaftlichen Inputstoffen (keine Essensreste, Schlachtabfälle usw). In dem beschriebenen Fall ist die Frage ob es wirklich der Gärrest war oder ob es eine ander Ursache gab, auch will mir der Zusammenhang Nemathoden und Gärrest nicht so recht einleuchten. Gennerell ist zu hinterfragen ob es ein Risiko ist bei Schnitten alle 4 Wochen Gülle /Gärrest zu fahren, ich hab mal gelernt das man mindestens 30 Tage Karenzzeit einhalten sollte."

Erfahrungsaustausch von "einheiratenden" Bäuerinnen

Tanja86 hat folgendes Anliegen: "Ich suche "einheiratende" Bäuerinnen bzw. Frauen die nicht gebürtig aus der Landwirtschaft kommen, aber deren Lebensgefährte / Freund Landwirt ist, zum Erfahrungsaustausch! Wie habt ihr Euren Freund, Lebensgefährten, Mann im Zeitalter von Hightech und Co kennengelernt? Welche Rolle übernimmt ihr auf dem Betrieb eures Liebsten? Geht ihr in eure eigene Arbeit oder seid Ihr schon Fulltimebäuerin? Wie reagieren eure Familien / Freunde auf euren Liebsten? .... usw" Alpengluehn schreibt ehrlich: "Ich kann Dir leider nur meine Erfahrung mitteilen, dass die Schwiegereltern meine Ehe zerstört haben. Und dass das leider gar nicht so selten vorkommt. Oh Gott, ich war auch mal so euphorisch wie Du Dein Mann muss 100%ig an Deiner Seite stehn. Würd ich nochmal merken, dass es nicht so ist würde ich heute sofort gehen. Damit ersparst Du Dir jahrelange Schmerzen..."nurich fragt: "Habt ihr den Betrieb auch schon, oder haben die Schwiegereltern das Ruder noch in der Hand? Probleme gibt es meist erst dann wenn ST nicht mehr nach der Pfeife der Schwiegereltern tanzt. Dann macht ST plötzlich nichts mehr richtig. Von der Arbeitesverteilung solltet ihr euch überlegen wie es euch am besten passt. Es bringt nichts wenn du melken sollst und dich dafür nicht begeistern kannst. lass dich hier nicht in eine Rolle pressen, sondern sucht euren eigenen Weg. und ihr seid in erster Linie du und dein partner, alles andere kommt an späterer Stelle." Lilli gibt noch den Tipp: "bei uns hat der BBV kürzlch ein tolles Seminar angeboten. Vielleicht gibt es sowas in euerer Nähe auch. Leider geht es oft gleich um das berüchtigte Schwiegermutterthema, aber das ist nicht alles, was frau wissen sollte, wenn sie auf einen Hof geht. Grad wenn dann mal Kinder da sind und man selber seinen Beruf aufgibt, sollte man sich mit der eigenen Absicherung befassen und einen guten Vertrag aufsetzen, mit dem alle leben können."

Rinderflechte

WilliW hat das Problem: "Wir haben seit November Rinderflechte im Bestand. Anfang Dezember wurden alle Tiere geimpft und es wurde auch besser, nur jetzt haben wieder einige Kühe die Flechte bekommen, bei den Kälbern hat das Impfen fast garnichts gebracht.Ein Bekannter meinte, das Impfen hätte bei ihm damals auchn nichts gebracht. Woran kann der erneute Ausbruch liegen bzw. was könnte man dagegen tun?" Alphaab antwortet: "Mein Vater empfahl mal unserem damaligen Tierarzt vor ca. 20 Jahren eine Paste anzurühren: Schweineschmalz, Salatöl und Schwefelblüten brauchst Du dazu. Die Paste hat der Doc ihm vor kurzem zurück empfohlen. Mengen weiß ich nicht.. Das Salatöl soll das ganze etwas geschmeidig machen, den Schwefel musst Du verpulvern (Mörser) und das ganze leicht erhitzt verrühren. Die Paste gibst Du großzügig auf die entsprechenden Flecken, die relativ rasch krustig werden. Dann evtl. nochmal auftragen, bis sich statt der Flecken neue Haut zeigt." Rush meint: "das kann man Homöopathisch behandeln. Hatten das mal im Aufzuchtbereich sehr stark. Ist zu 100 % abgeheilt. Allerdings weiß ich das Mittel nicht, haben wir vom Tierarzt bekommen." Und Kone gibt den Tipp: "Unser Tierarzt hat mir mal erklärt, dass ein Schwefelmangel im Futter die Krankheit begünstigt. Es gibt Magnesium-Sulfat als Einzelfuttermittel. In einigen Mineralfuttermitteln ist das enthalten."

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