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Dorf und Familie

Demonstranten fordern Agrarwende

am Montag, 21.01.2013 - 07:44 (Jetzt kommentieren)

Berlin - Wie jedes Jahr zur Internationelen Grünen Woche versammelten sich auch am Samstag Demonstranten, um zum Beispiel gegen Massentierhaltung und den Einsatz von Pestiziden zu protestieren.

Unter dem Motto "Wir haben es satt!" veranstalteten der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und viele weitere Organisationen, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt oder Bioland am Samstag eine Demonstration quer durch Berlin.

Aigner weist die Kritik zurück

Nach Angaben der Organisatoren zogen rund 25 000 Menschen am Samstag vor das Bundeskanzleramt. Die Polizei nannte keine Teilnehmerzahl. Wie in den Vorjahren protestierten die Demonstranten unter anderem gegen Massentierhaltung, Pestizid-Einsätze auf Feldern und einen wachsenden Preisdruck auf Kleinbauern.
 
Bundesagrarministerin Ilse Aignerwies die Kritik der Demonstranten als "abwegig" zurück. Wer eine Agrarwende fordert, muss sehen, was Deutschland hier schon geleistet hat: "Wir sind bei der Ökologisierung der Landwirtschaft weiter als die meisten Staaten Europas."

Neue Weichenstellung in der Agrarpolitik gefordert

Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, forderte unterdessen vor dem Kanzleramt neue Weichenstellungen in der Agrarpolitik. Bauern- und kirchliche Hilfswerke kritisierten, die Liberalisierung der Agrarmärkte bedrohe bäuerliche Betriebe und die Existenz vieler Bauernfamilien in den armen Ländern.

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