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Wirtschaft

Derivatehandel: Kontrollen künftig schärfer

aiz/pd
am
13.02.2012

Brüssel - Künftig sollen schärfere Regeln für die Spekulation mit Metall, Öl und Agrarrohstoffen gelten. Darauf haben sich das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten verständigt.

Die Spekulation mit Metall, Öl und Agrarrohstoffen soll strengeren Regeln unterliegen. Darauf verständigten sich das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten.
 
Kurswetten (so genannte Derivate) müssen zukünftig an ein zentrales Register gemeldet werden. Die Daten sollen veröffentlicht werden, um die Transparenz auf den undurchsichtigen Märkten zu erhöhen.
 
Schärfer sind die neuen Auflagen an die außerbörslichen gehandelten Derivate (OTC), derart abgewickelte Termingeschäfte dürfen nur noch über eine zentrale Verrechnungsstelle abgewickelt werden. Über so genannte Gegenparteien oder Clearinghäuser sollen Ausfälle bei den riskanten Geschäftspraktiken abgefangen werden. Das EU-Parlament hat durchgesetzt, dass die europäische Wertpapieraufsicht (ESMA) in die Zulassung der Clearingstellen eingebunden wird. Die EU-Mitgliedstaaten hatten rein nationale Lösungen bevorzugt.

Kursrückgänge nach WASDE-Bericht

Der am Donnerstag dieser Woche veröffentlichte Februar-WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates) des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA brachte diesmal keine großen Überraschungen für die weltweiten Getreide-, Mais- und Ölsaatenmärkte. Dennoch überstrahlte die Prognose von Weizenendlagern auf Rekordniveau bullishe Signale für Weizen und Ölsaaten. Die internationalen Warenterminbörsen reagierten großteils mit Kursrückgängen. So musste zum Wochenschluss der Weizen sowohl an der Matif, als auch an der CBoT Verluste einstecken.
 
 
 
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