Login
Wirtschaft

Deutsche Agrarexporte kaum gewachsen

aiz
am
22.05.2012

Berlin - Die schwache EU-Konjunktur hat die deutschen Agrarexporte inerhalb der EU im ersten Quartal dieses Jahres gebremst. Die Lieferungen in Drittstaaten wachsen dagegen weiter kräftig an.

Die wirtschaftliche Instabilität in der Europäischen Union (EU) hemmt den deutschen Agrarexport. Im ersten Quartal 2012 gingen die Ausfuhren von deutschen Agrar- und Ernährungsgütern auf dem Binnenmarkt um 2,5 Prozent zurück. Die Exporte in Drittstaaten verzeichneten hingegen ein Wachstum von 11,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich übertraf der Auslandsabsatz mit 14,3 Milliarden Euro das Vorjahresquartal daher nur um 0,5 Prozent. Das teilte die deutsche Agrarexportorganisation (GEFA) unter Bezug auf vorläufige Angaben des Statistischen Bundesamtes mit.

Agrarexporte größtenteils eingebrochen

Im Berichtszeitraum sanken die deutschen Agrarausfuhren nach Österreich um 4,8 Prozent und nach Italien um 2,8 Prozent. Die Lieferungen nach Frankreich verzeichneten ein Minus von 1,4 Prozent. Der Absatz in Polen ging um 4,3 Prozent zurück. Am stärksten war der Einbruch gegenüber den Niederlanden mit 8,3 Prozent. Nur der Export nach Großbritannien, Spanien und in die Tschechische Republik florierte innerhalb der EU im ersten Quartal 2012.

Agrarexporte in Drittländer kräftig gewachsen

Die Ausfuhren von Agrarprodukten in Drittstaaten erwiesen sich hingegen einmal mehr als Wachstumsmotor. Hohe zweistellige Zuwachsraten verbuchte der deutsche Außenhandel mit asiatischen Ländern sowie mit Ozeanien. Kumuliert nahmen die Ausfuhren in Drittstaaten in den vergangenen fünf Jahren um 80 Prozent zu. Allein der Absatz von Fleisch und Fleischwaren außerhalb der EU konnte um 374,6 Prozent auf mehr als 398 Millionen Euro gesteigert werden. Angesichts der dynamischen Entwicklung wollen die GEFA und ihre Mitgliedsunternehmen den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf Drittländer legen.
 

Farmen auf einem Rohstoffvorkommen

Auch interessant