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Ernährung und Gesundheit

Deutsche verzehren mehr Strauchbeeren

Externer Autor ,
am
18.04.2013

Strauchbeeren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei den deutschen Verbrauchern. Der heimische Anbau der süß bis sauren Früchte ist um 15 Prozent gestiegen. Auch der Import zog an.

In den vergangenen sieben Jahren wurde der Anbau um rund 15 Prozent auf 6.730 ha ausgeweitet, zeigen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Wie aus der kürzlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Anbau- und Erntestatistik für das Jahr 2012 hervorgeht, ernteten die Obstbauern insgesamt fast 28.000 Tonnen Johannisbeeren, Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Holunder, Sanddorn, Stachelbeeren und Brombeeren.
 
Das gestiegene Verbraucherinteresse ließ auch die Einfuhren von Strauchbeeren auf 38.200 Tonnen beziehungsweise acht Prozent in den letzten zehn Jahren steigen. Im Durchschnitt konsumierte jeder Haushalt in Deutschland im vergangenen Jahr 650 Gramm Strauchbeeren.
 

Niedersachsen baut ein Drittel an

Führend im Beeren-Anbau sind die Obstbauern in Niedersachsen. Sie ernteten 2012 rund 8.400 Tonnen Strauchbeeren, was 30 Prozent der bundesweiten Erntemenge entspricht. Einzig die Berufskollegen aus Baden-Württemberg verzeichneten mit 7.900 Tonnen eine ähnlich große Erntemenge. Bei der Zahl der Strauchbeeren anbauenden Betriebe verhält es sich genau umgekehrt: In Baden-Württemberg sind es 456, in Niedersachsen 218 Betriebe.
 

Heidelbeere macht das Rennen

Bei Landwirten und Verbrauchern gleichermaßen beliebt sind offensichtlich die Kulturheidelbeeren. Sie machten mit einer Erntemenge von deutschlandweit etwa 9.000 Tonnen fast ein Drittel der gesamten Strauchbeerenernte aus, gefolgt von schwarzen Johannisbeeren (6.300 t) und roten und weißen Johannisbeeren (knapp 4.500 t). In Niedersachsen wurde die mit Abstand größte Erntemenge von Kulturheidelbeeren im Freiland mit fast 6.700 Tonnen erzielt. Darüber hinaus stammten von den fast 3.800 t in Deutschland geernteten Himbeeren über 680 t aus Niedersachsen.
 
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