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Wirtschaft

Deutscher Agrarexport auf Rekordkurs

Externer Autor ,
am
11.11.2010

Bonn - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren die Agrarexporte in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 um 7,2 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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Der deutsche Agrarexport wächst nach dem Rückgang im Krisenjahr 2009 wieder kräftig. In den ersten acht Monaten des Jahres 2010 war der Wert der deutschen Agrarausfuhren mit 33,23 Milliarden Euro nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 7,2 Prozent höher als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Setzt sich die Dynamik der Agrarausfuhren bis zum Ende des Jahres fort, wird das bisherige Rekordergebnis aus dem 2008 nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-GmbH übertroffen.

Exportwert von Milch kräftig gestiegen

Ganz besonders kräftig erholte sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 der Exportwert bei Milchprodukten. Dahinter standen deutlich größere Ausfuhrmengen und höhere Preise. Allerdings war der Einbruch im Krisenjahr 2009 in diesem Bereich auch besonders dramatisch. So nahmen die Ausfuhren von Käse um 14 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro zu und bei Butter erhöhten sich die Lieferungen sogar um 70 Prozent auf knapp 0,3 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Exportwert aller Erzeugnisse der Milchwirtschaft um 18 Prozent auf gut 4,8 Milliarden Euro.

Mehr Ausfuhr von gefrorenem Schweinefleisch

Damit liegt die Milchwirtschaft nun dicht hinter der Fleischwirtschaft, denn die Exporte von Fleisch und Fleischwaren haben im gleichen Zeitraum nur moderat um gut zwei Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Euro zugenommen. Am stärksten wuchs dabei mit einem Plus von 27 Prozent die Ausfuhr in der Kategorie gefrorenes Schweinefleisch. Wertmäßig bedeutendste Exportkategorien waren weiterhin frisch/gekühltes Schweinefleisch und frisch/gekühltes Rindfleisch.

Rückläufiger Export von Weizen

In einigen anderen Sektoren der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft hat der Ausfuhrwert ebenfalls kräftig zugelegt. So nahmen die wertmäßigen Exporte von frischem Gemüse und Obst um ein Fünftel und ein Zehntel zu. Bei der Ausfuhr von Kakao und Kakaoerzeugnissen vergrößerte sich der Ausfuhrwert sogar um ein Viertel und beim Export von Ölfrüchten um 30 Prozent. Deutlich unter dem Exportwert des Vorjahres blieben im ersten Halbjahr 2010 hingegen die Ausfuhrwerte bei Weizen und auch bei Kartoffeln war ein kleines Minus zu verzeichnen. (AMI)

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