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DEUTSCHER Waldpreis: Das sind die Gewinner

am Samstag, 14.09.2019 - 19:23 (Jetzt kommentieren)

Auf den DLG-Waldtagen in Lichtenau, NRW, vergaben am Abend die Leitmedien im Forstbereich, AFZ-DerWald, Deutscher Waldbesitzer, Forst & Technik sowie forstpraxis.de, aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag den DEUTSCHEN Waldpreis in drei Kategorien. An der Wahl beteiligt waren eine zehnköpfige, fachkundige Jury sowie über 30.000 Wähler aus dem Netz.

Ingo Siebert aus Koblenz ist „Waldbesitzer des Jahres“, Helmut Hohnheiser aus Rosenberg (Baden-Württemberg) „Förster des Jahres“ und Sascha Böhl aus Bad Berleburg (NRW) „Forstunternehmer des Jahres 2019“. Der erstmalig vergebene Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald 2019“ ging an die Gründer von wald-wird-mobil.de, die mit ihren Online-Angeboten Privatwaldeigentümer unterstützen wollen, das Klimaschutzpotenzial ihres Waldes voll auszuschöpfen.

Übergeben wurden die aus heimischem Holz gefertigten Pokale sowie Schecks in Höhe von 2.000 Euro im Rahmen einer Festveranstaltung am Samstagabend auf den DLG-Waldtagen in Lichtenau.

Sascha Böhl (39), Forstunternehmer des Jahres 2019

Sascha Boehl

Sascha Böhl führt ein bodenständiges Familienunternehmen in Bad Berleburg. Er hat sich nach seiner Ausbildung zum Forstwirt selbständig gemacht und sein Unternehmen seitdem in vorbildlicher Weise weiterentwickelt. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass er mit Erfolg noch einen Abschluss zum Forstwirtschaftsmeister erworben hat, um seine betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten zu stärken. Er bildet einen Forstwirt aus und engagiert sich in der Interessengemeinschaft Forst auch politisch für die Belange seiner Branche. Sein Kerngeschäft ist die breite Palette der forstwirtschaftlichen Dienstleistungen, die er seit kurzem um den Blockhausbau ergänzt hat.

Helmut Hohnheiser, Förster des Jahres 2019

Helmut Hohneiser mit Hund

Helmut Hohnheiser überführt sehr erfolgreich naturferne Fichtenreinbestände in klimastabile Tannen-Buchen-Fichtenmischwälder. Dazu nutzt er ein selber entwickeltes Saatverfahren. Zudem hat er zahlreiche Feuchtbiotope angelegt und fördert seltene Tierarten, wie den Schwarzstorch. Neben Aktivitäten für Schulklassen und Kindergärten bietet er Führungen für Erwachsene an. Natürlich ist der Revierförster auch sonst Ansprechpartner für alle Belange im Wald. Da ist der Marder, der im Dorf sein Unwesen treibt, der Waldbesitzer, der nochmal eine Frage hat, dann will die Dorfjugend am Waldrand „abfeiern“ und obendrein beschwert sich ein besorgter Bürger über abgelegten Müll am Waldrand. „Es ist die Breite des Jobs, die mich so fasziniert,“ so Hohnheiser.

Ingo Siebert, Waldbesitzer des Jahres 2019

Ingo Siebert im Wald

Ingo Siebert ist Forstbeamter in Rheinland-Pfalz und Waldbesitzer in Nordhessen. Bereits in der sechsten Generation ist seine Familie Anteilseigner eines Genossenschaftswaldes. Sieberts Vision eines „höchstmöglichen Ausschöpfens der Potenziale des Waldes und seiner Bewirtschaftung für Mensch und Natur“ umfasst wirtschaftliche, ökologische und soziale Bereiche. Als gelernter Forstwirt kann Siebert nahezu alle anfallenden Arbeiten selbst erledigen. Nur die Holzrückarbeiten übernimmt ein ortsansässiger Holzrückebetrieb. In Sieberts Wald wachsen über 30 Baumarten – für ihn eine wesentliche Voraussetzung dafür, einen klimafitten und zukunftsfähigen Wald entstehen zu lassen.

Hintergrund DEUTSCHER Waldpreis

dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag als führender Verlag im Forstbereich lobt den DEUTSCHEN Waldpreis mit Unterstützung von Partnern aus Wirtschaft und Verbänden aus. Mit der Auszeichnung sollen Forstleute motiviert werden, erfolgreich eingeschlagene Wege weiter zu gehen, neue Ideen zu entwickeln und ihre Aktivitäten innerhalb der Branche, aber auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

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