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Wetterextreme

Deutscher Wetterdienst: Keine Entspannung in Sicht

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Sabine Leopold, agrarheute
am
30.05.2018

Das Wetter macht Deutschland weiter schwer zu schaffen. Die einen kämpfen mit Wassermassen und Hagelschlag, die anderen mit Hitze und Dürre. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Wetterextreme und kein Ende. Auch gestern gab es in einigen Regionen Deutschlands wieder Wolkenbrüche, Gewitter und Hagelschlag.

Wuppertal bekam innerhalb weniger Stunden die volle Packung Regen für einen ganzen Monat: Bis zu 100 mm Niederschlag ließ das Flüsschen Wupper zirka zwei Meter über die Ufer treten und machte die Stadt zum Wasserpark. Die Schäden sind erheblich. Das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ebenso ein wie ein Tankstellendach in der Innenstadt.

Auch in Südniedersachsen, Hessen und Bayern kam es zu Überschwemmungen. In Oberhausen wurde eine Frau durch einen Blitzschlag verletzt.

Doch nicht überall war zu viel Wasser das Problem. In Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins, Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns dagegen warten vor allem Landwirte nach wie vor händeringend auf ein bisschen Regen.

Die Wetterlage bleibt weiter angespannt

Leider kann der Deutsche Wetterdienst keine Entwarnung geben. Auch für den morgigen Donnerstag und den Freitag warnt der DWD vor plötzlich auftretenden Unwettern vor allem im Süden, Südwesten und der Mitte Deutschlands. Es drohen mancherorts Regenmengen von bis zu 60 mm und teils heftige Hagelschläge. 

Im Nordosten bleibt es vorerst heiß und trocken mit Rekordtemperaturen deutlich über 30 Grad.

Nur langsam verlagert sich die Unwetterneigung gen Norden und Osten. Spätestens ab Samstag muss dann auch dort mit Starkregen, Gewitter, Sturm und Hagel gerechnet werden. Die von den Landwirten lang ersehnten Niederschläge werden vielerorts allerdings vor allem Überschwemmungen verursachen, weil der ausgetrocknete Boden die Wassermassen nicht fassen kann. Hagel und Sturmböen bedrohen zudem die Pflanzenbestände.

Erst für den Samstag und den Sonntag rechnet der der DWD mit abklingender Gewitterneigung und sinkenden Temperaturen.

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