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Wirtschaft

Deutz: 21,2 Prozent weniger Motoren abgesetzt

pd/Krauß
am
07.08.2015

Die Deutz AG hat am Donnerstag ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2015 bekanntgegeben. Mit 670,7 Millionen Euro blieb der Auftragseingang 10,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Unterjährig habe sich der Auftragseingang jedoch positiv entwickelt und konnte mit 349,7 Millionen Euro (Mio. Euro) im zweiten Quartal 2015 den Vorjahreswert (Q2 2014: 332,6 Mio. Euro) um 5,1 Prozent und den Wert des ersten Quartals 2015 (Q1 2015: 321,0 Mio. Euro) um 8,9 Prozent übertreffen. Der Absatz habe sich in den ersten sechs Monaten von 99.079 Motoren um 21,2 Prozent auf 78.120 Motoren abgeschwächt. Im zweiten Quartal 2015 konnte der Absatz mit 41.213 verkauften Motoren gegenüber dem Vorquartal um 11,7 Prozent zulegen, im Vergleich zum Vorjahresquartal hat er sich jedoch um 24,5 Prozent verringert (Q2 2014: 54.622 Motoren).
 
Der Umsatz habe sich erwartungsgemäß entwickelt und lag, bedingt durch den Emissionswechsel für Motoren kleiner 130 kW in der EU zum 1. Oktober 2014 und die damit verbundenen sogenannten Vorbaumotoreneffekte, mit 670,2 Millionen Euro um 11,0 Prozent unter dem Vorjahreswert von 753,4 Millionen Euro. Dabei konnten die Regionen Amerika und Asien/Pazifik ihre Umsatzerlöse ausweiten, während die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) nachgegeben habe.

Ausblick auf das Geschäftsjahr

Wie angekündigt, passt Deutz seine Produktionskapazitäten in China an den neuen, reduzierten Marktbedarf an und fokussiert diese dabei auf das bestehende Joint Venture Deutz Dalian. Auch die eingeleiteten Standortoptimierungen in Deutschland schreiten planmäßig voran: "In den vergangenen Monaten konnten wir mit dem Umzug der Montage den ersten Schritt der Verlagerung des Werks für Austauschmotoren von Übersee Chiemsee nach Ulm erfolgreich abschließen. Außerdem konnten wir nach Quartalsschluss am 6. Juli 2015 den Grundstein für das neue Deutz Wellenzentrum am Standort Köln-Porz legen, wodurch Köln zum integrierten Standort für Großserien wird", so Dr. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG.
 
Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Deutz ein Übergangsjahr, das stark durch Minderbedarfe aufgrund der genannten Vorbaumotoren aus 2014 geprägt sein wird. So prognostiziert das Unternehmen weiterhin einen Umsatzrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 in einer Größenordnung von zehn Prozent und eine moderate Verbesserung der EBIT-Marge (vor Einmaleffekten) auf rund drei Prozent.  
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