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Wirtschaft

Deutz: Geschäftsprognose für 2012 eingetrübt

pd
am
09.08.2012

Die Deutz AG hat die Quartalszahlen veröffentlicht: Bei leichtem Anstieg von Absatz und Umsatz im zweiten Quartal 2012 wurden die weiteren Aussichten für das Jahr infolge abgeschwächter Nachfrage reduziert.

Gegenüber dem ersten Quartal 2012 konnte der Absatz im zweiten Quartal 2012 von 46.461 auf 47.392 Motoren gesteigert werden. Auch der Umsatz erhöhte sich mit 344,1 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal des Jahres lag er bei 336,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag mit 11,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum genau 1 Millionen Euro höher als in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres. Dieses Ergebnis wurde im zweiten Quartal durch Sondereffekte um insgesamt rund 5 Millionen Euro belastet. Dabei handelt es sich um Effekte im Zusammenhang mit der Ablösung der bisherigen Finanzierung sowie Wertminderungen und erhöhte Anlaufkosten bei Joint Ventures.
 
Im ersten Halbjahr 2012 hat die Deutz AG Aufträge im Wert von 701 Millionen Euro verbuchen können. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Verringerung um 12,1 Prozent. Im ersten Halbjahr des Vorjahres mit einer Auftragssumme von 797,1 Millionen Euro hatten die Kunden aufgrund der konjunkturellen Situation und der guten Produktionsauslastung bei Deutz ihre Aufträge bereits frühzeitig platziert.
 
Abgeschwächt hat sich auch der Motorenabsatz. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte Deutz 93.853 Motoren verkaufen. Das sind 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem 107.198 Motoren verkauft wurden. Die Erlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2012 auf 681 Millionen Euro. Sie lagen so um 6 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert mit 724,1 Millionen Euro.

Konjunktur kühlt ab, Geschäftsvolumen sinkt

Aufgrund der höheren Komplexität und Wertigkeit der Motoren der neuen Emissionsstufe Tier 4 interim, deren Anteil an den verkauften Motoren stetig zunimmt, sind die Umsätze nur unterproportional zum Absatz gesunken. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erreichte Deutz ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 21,6 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 22,7 Millionen Euro. Ausschlaggebend für diese Ergebnisentwicklung waren in erster Linie das gesunkene Geschäftsvolumen infolge der konjunkturellen Abkühlung im europäischen Raum und in China sowie einmalige Sondereinflüsse. Auch die Serienanläufe der Motoren der neuen Abgasemissionsstufe konnten in der Anlaufphase noch nicht die erwarteten Ergebnisse bringen. Das Konzernergebnis hat sich infolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21,8 Millionen Euro auf 12,1 Millionen Euro verringert. Auf Basis der abgeschwächten Nachfrage hat Deutz die Prognosewerte für das laufende Jahr reduziert.

Leube: Gesamtwirschaftliche Situation bringt große Unsicherheit

Für das Geschäftsjahr 2012 wird nunmehr ein Umsatz in der Bandbreite von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erwartet. Die EBIT-Marge wird zwischen 3 und 4 Prozent angesetzt. Der Deutz Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Leube résumiert: ?Wir konnten im ersten Halbjahr nicht an den guten Start in das Geschäftsjahr anknüpfen. Dies ist insbesondere eine Folge der gesamtwirtschaftlichen Situation, die derzeit noch mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Wir sind aber davon überzeugt, dass Deutz gut für die Zukunft aufgestellt ist und mittel- bis langfristig weiter profitabel wachsen wird. Unser neues Joint Venture in Shandong hat Fahrt aufgenommen, damit können wir unsere ambitionierten Ziele in Asien rasch erreichen. Auch unser Vorhaben mit Volvo für ein gemeinsames Joint Venture in China macht gute Fortschritte. Zur Steigerung unseres Servicegeschäfts haben wir zudem neue Servicecenter in Moskau und Madrid gegründet.?
 

Video "Fahrtraining für Landwirte: Die Grenzen austesten"

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