Login
Aufschrei

DEVK-Spendenaktion: Landwirte drohen mit Kündigung

Thumbnail
Katharina Krenn, agrarheute
am
07.11.2017

Die DEVK-Spendenaktion für Tierrechtsaktivisten schlägt in der Branche hohe Wellen. Versicherte wollen jetzt ihre DEVK-Versicherung kündigen.

Beim Versicherer DEVK werden wohl in den nächsten Wochen zahlreiche Kündigungsschreiben eintrudeln. Zumindest geben zahlreiche User in den sozialen Netzwerken an, ihre Versicherung zu kündigen. Der Grund: Der Versicherer DEVK hat mit seinem fragwürdigen Spendenaufruf für die Tierrechtsorganisation Animal Equality einen nicht unerheblichen Kundenkreis verärgert.

Die Spenden der DEVK-Aktion sollen Tierrechtlern für ihre illegalen Undercover-Recherchen in Tierställen zu Gute kommen. Da ist es wenig überraschend, dass die DEVK nun bei den Landwirten, Jägern und Pferdehaltern in Ungnade fällt. Der Aufschrei scheint mittlerweile auch die DEVK-Führung erreicht zu haben, wie es aus einer Quelle heißt. Der Versicherer hat vermutlich auch schon gemerkt, dass er sich hier ein Eigentor geschossen hat.

Stellungnahme der DEVK:

"Es tut uns sehr leid, dass sich viele Menschen durch unseren Post zu Animal Equaliy angegriffen fühlen. Es geht uns auf keinen Fall darum, die Landwirtschaft oder Tierhaltung im Allgemeinen anzugreifen. Dennoch sind Missstände in der Massentierhaltung in manchen Betrieben ein Problem. Unser Post soll Leute für dieses Thema sensibilisieren. Dabei distanzieren wir uns ausdrücklich von kriminellen Handlungen.

Als Versicherer liegen unsere Kompetenzen weder im Bereich der Landwirtschaft noch im Tierschutz. Mit unserem Spendenaufruf weisen wir auf eins von insgesamt über 160 Projekten auf unserer Spendenplattform hin. Wir unterstützen damit gemeinnützige Vereine, die auf diesem Weg Spenden sammeln – vor allem für Projekte in den Bereichen Kinder, Gesundheit und Lebenshilfe."

Auch interessant