Login
Rückblick 2015

Diese Aufreger und Skandale bewegten 2015

© SWR/ARIWA/Polizei Cloppenburg/Vechta/ah
Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
11.01.2016

Im Jahr 2015 bewegten unsere Leser mehrere "Aufreger und Skandale". Wir haben für Sie die Top-Beiträge zusammengefasst.

Die Milchkuh 'verheizt für billige Milch'?

Kotverschmierte, wunde Kühe in einem dunklen Stall - wieder sind es Aufnahmen einer Tierrechtsorganisation - irgendwo in Deutschland, augenscheinlich verdeckt gefilmt - die SWR-Reporter in ihrem TV-Beitrag "Verheizt für billige Milch" als Beweis für unhaltbare Zustände in der Milchviehhaltung heranführten. Die Journalisten befragten zwar auch Landwirte, Veterinäre und Milchviehexperten, aber nicht jeder kommt unserer Recherche zufolge im Film zu Wort. Unsere Recherche ergab, dass die Aussagen einer Wissenschaftlerin, die ein positives Bild zeichnete, absichtlich rausgeschnitten wurden.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen ...

PETA stellt Strafanzeigen gegen Landwirte

Die Tierrechtsorganisation PETA erstattete letztes Jahr mehrere Strafanzeigen gegen Landwirte. Unzureichende Brandschutzmaßnahmen und Verstöße gegen die Tierschutztransportverordnung, waren unter anderem Gründe für die Ersattung von Anzeigen der Tierrechtsorganisation gegen Landwirte. Mit einem Geflügelhalter ging der Streit sogar vor das Landesgericht.

Hier finden Sie eine Chronik der Peta-Anzeigen:

Straathof sorgt 2015 für zahlreiche Skandale

Der holländische Schweineproduzent Adrianus Straathof war 2015 immer wieder im Visier der Behörden. So ermittelte die Staatsanwaltschaft Augsburg gegen die Straathof-Strehle GmbH wegen Verdacht von Verstößen gegen tierschutzrechtliche Vorschriften.

Auch mit Durchsuchungen in seinen Betrieben hatte das Schweineimperium 2015 ebenfalls zu tun. Da die Kastenstände in einem Betrieb der Straathof-Gruppe zu schmal waren, hat das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg ein Urteil gesprochen.

Eine Chronik der Straathof-Meldungen, die 2015 auf agrarheute erschienen sind, finden Sie hier

Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Martina Hungerkamp
Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Martina Hungerkamp
Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Martina Hungerkamp
Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Martina Hungerkamp
Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Martina Hungerkamp
Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Martina Hungerkamp
Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Martina Hungerkamp
Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Martina Hungerkamp
Auch interessant