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Aufwendige Rettungsaktion

Diesel, Milch und Kühlmittel ausgelaufen: Lastwagen kippt in Graben

Ein umgekippter Milchlaster in der Nacht in einem Graben
am Donnerstag, 14.10.2021 - 15:46 (Jetzt kommentieren)

In Schleswig-Holstein ist ein mit 8.500 Litern Milch beladener Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gekippt. Auch Diesel und Kühlmittel lief aus.

Wie die Polizeidirektion Bad Segeberg berichtet, kam es am frühen Mittwochmorgen zum Unfall eines Milchlasters im Hohenhorster Weg in Bilsen in Schleswig-Holstein.

Aus noch ungeklärter Ursache kam ein 59-jähriger Fahrer aus Westerhorn um 01:20 Uhr in einer Linkskurve in Fahrtrichtung Kieler Straße mit dem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. Dabei sind geringe Mengen von Diesel und Kühlmittel ausgetreten, welche die Freiwillige Feuerwehr Bilsen Mittels Mulden auffing.

Milchtransporter nach Unfall undicht

Eine größere Herausforderung stellten die 8.500 Liter Milch dar, die der Wagen bereits durch seine Tour geladen hatte, erklärt die Feuerwehr. Nach Aussage des Fahrers sollten bereits über 1500 Liter Milch ausgelaufen sein.

Die Einsatzkräfte entschieden sich daher, den Leiter der ABC-Dienst/LZ-G des Kreises Pinneberg an die Einsatzstelle zu alarmieren, um mit ihm weitere Maßnahmen abzustimmen.

Fetthaltige Milch ausgelaufen: Umweltschädlich

Ein umgekippter Milchtransporter nach einem Unfall in der Nacht

Milch ist sehr fetthaltig und durch die hohen Fette umweltschädlich, so die Freiwillige Feuerwehr Bilsen. Ein Bergungsunternehmen, so wie einen zweiten Milchwagen, hatte der Fahrer bereits parallel beauftragt.

So konnten sich die Kameraden um die Ausleuchtung der Einsatzstelle und die Ausbreitung der Milch kümmern. Nachdem sie durch den zweiten Lkw abgepumpt wurde, die genaue Auslaufmenge von über 2.000 Liter festgestellt wurde und der Anhänger von der Sattelzugmaschine getrennt werden konnte, wurde der LKW von dem Bergungsunternehmen aufgerichtet und aus dem Graben gezogen.

Unfall mit Milchlaster: Keine Sperrung der Fahrbahn nötig

Aufgrund der ruhigen Verkehrslage und der Tatsache, dass es sich bei dem Unfallort um keine Hauptverkehrsstraße handelt, konnte auf eine Sperrung der Fahrbahn für die Zeitdauer der Bergungsmaßnahmen verzichtet werden.

Die FFW Bilsen war während der Bergungsarbeiten vor Ort. Nach circa 6,5 Stunden konnten sie die Einsatzstelle an das Ordnungsamt des Amtes Rantzau übergeben und wieder einrücken.

Mit Material von Polizeidirektion Bad Segeberg, FFW Bilsen

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