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Politik international

Dioxin: Russland fühlt sich schlecht informiert

von , am
04.03.2011

Moskau - Der Föderale Verbraucherschutzdienst Russlands erwartet von Deutschland noch immer Informationen über die Aufklärungsergebnisse nach dem Dioxin-Skandal, meldet Dow Jones.

© Gerd Altmann/dauni/pixelio
Dies sei für Moskau angesichts der Importgefahr von verseuchtem Fleisch auf den russischen Markt nicht unerheblich, sagte Behördenleiter und Hauptamtshygienearzt Gennadij Onischtschenko dem Sender "Russischer Informationsdienst".
 
Ein diesbezügliches Schreiben an das deutsche Landwirtschaftsministerium sei bislang ohne Antwort geblieben. Auch Brüssel sei nicht in der Lage, diesbezügliche Fragen zu beantworten, heißt es weiter. Vor dem Hintergrund ständiger Kritik am russischen Lebensmittelsicherheits-System sehe dies wie doppelte Standards aus, monierte der Beamte.

Zu viele offene Fragen

Er möchte unter anderem darüber unterrichtet werden, wo sich von Dioxin belastete Futtermittel befinden, wie hoch die Menge von beanstandeten tierischen Produkten war und ob diese schon vernichtet wurden, aber auch aus welchen Gründen manche landwirtschaftliche Betriebe weiterhin gesperrt bleiben, konkretisierte Onischtschenko. (isn)
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