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Politik national

Dioxin-Skandal: NRW verkündet 10-Punkte-Plan

von , am
08.01.2011

Düsseldorf - Das NRW-Verbraucherschutzministerium will mit einem 10-Punkte-Plan auf den jüngsten Dioxin-Skandal reagieren. Ein entsprechendes Vorgehen kündigte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel jetzt in Düsseldorf an.

Johannes Remmel konnte seine Einflußmöglichkeiten auf die Landwirtschaftskammer NRW ausbauen. © Bündnis 90/Die Grünen

"Der aktuelle Skandal mit Dioxin belasteten Futtermitteln hat uns einmal mehr die Schwachstellen der Lebensmittelkette vor Augen geführt. Wir müssen dem Verbraucherschutz Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen Einzelner geben", sagte Remmel.

Mit dem 10-Punkte-Plan soll nun zudem die politische Debatte vorangetrieben werden, um gegen Schadstoffbelastungen in Lebensmitteln vorzugehen.

Kernpunkte des 10-Punkte-Plans sind:

 

  • Trennung von Produktionsströmen
  • Einführung einer Positivliste mit Stoffen, die in der Tierfütterung eingesetzt werden dürfen
  • Verpflichtung zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung
  • Behördliche Zulassungspflicht für Fett verarbeitende Betriebe
  • Eigenkontrollen der Futtermittelwirtschaft verdichten
  • Amtliche Kontrollen erhöhen und effizienter gestalten
  • Voraussetzungen für mehr Regionalität schaffen
  • Stärkere Anreize für den Ausbau des Ökolandbaus
  • Verbraucherinformation erleichtern und transparenter gestalten
  • Sondersitzung der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK)

NRW: 154 Betriebe gesperrt

In NRW sind derzeit 154 Betriebe gesperrt. Es wurden in der Zwischenzeit 22 Eierproben und zwei Geflügelfleischproben untersucht. Drei der Ergebnisse aus den Untersuchungen der Eierproben überschritten den zulässigen Höchstwert von 3 pg (Pikogramm) pro Gramm Fett. Die Untersuchung von Legehennenfleisch ergab eine Höchstwertüberschreitung. Eine Putenfleischprobe lag unter dem Grenzwert von 2 pg/ g Fett. (pd)

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