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Politik national

Direktzahlungen für Junglandwirte gefordert

von , am
25.10.2012

Der EU-Agrarrat kam bei der Junglandwirteförderung zu keiner Einigung. Nun macht sich die Deutsche Landjugend (BDL) und die SPD für eine EU-Förderung in der ersten Säule stark.

Mehr Förderung für Junglandwirte, das fordert die deutsche Landjugend. © Mühlhausen/landpixel
Am Mittwoch überbrachte der BDL die Erntekrone der deutschen Landwirtschaft an den ELV-Ausschuss im Bundestag mit der dringlichen Bitte, sich bei der EU für die Junglandwirteförderung in der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 stark zu machen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich für eine Unterstützung der BDL-Forderung aus. Wichtig sei, dass der Zugang zur Junglandwirteförderung flächendeckend gewährleistet sei, stellten sie auf Nachfrage der BDL-Bundesvorsitzenden Magdalena Zelder fraktionsübergreifend fest.

SPD fordert Millionenprogramm

Die SPD fordert ein Millionenprogramm für junge Landwirte, die einen Betrieb übernehmen wollen. "Zwei von drei Höfen haben in Deutschland keinen Nachfolger", sagte der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Wilhelm Priesmeier, am Mittwoch. Daher sollten jährlich rund 110 Millionen aus den Direktzahlungen der Europäischen Union für eine Förderung junger Bauern verwendet werden. Dies entspräche zwei Prozent des Geldes aus Brüssel und könnte die Nachfolgeprobleme deutlich entschärfen. "Die Bundesregierung muss sich mehr für die jungen Menschen und ihre beruflichen Perspektiven im ländlichen Raum engagieren", forderte Priesmeier.
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