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Wirtschaft

Diskussionen um Exportverbote

Externer Autor ,
am
06.10.2010

Moskau/Kiew - Die Spekulationen um Exportverbote von Getreide osteuropäischer Länder nehmen wieder zu. Russland will das Exportverbot überprüfen und die Ukraine verschiebt den Entscheid über eine Kontingentierung.

Russland will überprüfen, ob das Exportverbot von Getreide verlängert werden soll. Die Ukraine hat derweil ihren angekündigten Entscheid über eine Kontingentierung von Getreideexporten verschoben.

Russen wollen im November entscheiden

Der russische Staatspräsident Dmitrij Medwedew will im November das Exportverbot prüfen lassen, wie aiz.info schreibt. Dazu hat er die Regierung beauftragt, die Ernteergebnisse und Getreidebilanz am Binnenmarkt auszuwerten und Vorschläge zur Frage vorzulegen, ob die Fortsetzung des Verbots zweckmässig ist. Russland hatte im August wegen großer Ernteausfälle ein Exportverbot verhängt, das bis zur Ernte 2011 gültig sein sollte.

Unklare Lage in der Ukraine

In der Ukraine ist nach wie vor unklar, ob die Getreideexporte wegen der schlechten Ernte kontingentiert werden sollen. Eine angekündigte Regierungsentscheidung wurde verschoben. Zuletzt waren aus der Ukraine widersprüchliche Signale gekommen. Staatspräsident Janukowitsch beteuerte, dass es keine Pläne für eine Kontingentierung gebe, während Ministerpräsident Asarow das Gegenteil behauptete.(lid)

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