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TV-Tipp

Dokumentation: 'Irrsinn mit der Milch - global, billig, ruinös'

Melken im Milchviehstall
© agrarfoto
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Eva Eckinger , agrarheute
am
24.01.2017

In einer Dokumentation im ZDF geht es am Mittwoch wieder um die Milch. Thema sind Marktintervention, Nutztierhaltung auf der EuroTier und das Bauernsterben.

Was passiert eigentlich mit dem Überschuss an Milch, der produziert wird? Die Sendung "ZDFzoom" möchte amMittwoch den 25. Januar um 22.45 Uhr dieses Thema beleuchten. In der Dokumentation "Irrsinn mit der Milch - global, billig, ruinös" geht es um Marktintervention, Milchschwemme, auf der EuroTier präsentierte Nutztierhaltung und das Bauernsterben.

Marktintervention und 'Milchschwemme'

Deutsche Agrarpolitiker hätten die Milchbauern immer wieder ermuntert, weltweit neue Märkte zu erschließen, so ZDFzoom. Gegen den Preisverfall habe die EU im Rahmen der Marktintervention in großen Mengen Milchpulver aufgekauft und lagert es nun ein. Die Interventionsmenge wurde 2016 auf 350.000 Tonnen erhöht.

Dafür gäbe es in Europa keine Abnehmer, aber in Afrika. Diese "Milchschwemme" habe verheerenden Folgen, so ZDFzoom.

Kälberfütterung mit Pflanzenöl

Einen weiteren "Irrsinn mit der Milch" habe das Magazin auf der EuroTier in Hannover entdeckt. So berichtet ein "ZDFzoom"-Reporterin, dass Kälber in der modernen Landwirtschaft keine Milch mehr bekommen würden.

Stattdessen füttere man Ersatzstoffe aus Pflanzenöl, zum Beispiel aus dem umstrittenen Palmöl, berichtet ZDFzoom weiter. "Für Kälber sei selbst die Billigmilch immer noch zu teuer", so das Magazin.

Bauernsterben bei Milchviehhaltern

Auch über einen Landwirt aus dem Allgäu wird berichtet: "Trotz aller Anstrengungen, seinen Betrieb immer wieder zu modernisieren, trotz Marktintervention - die letzten Milchkühe musste er verkaufen, nur ein paar Kälber bleiben".

Ihm hätten 50 Cent für den Liter Milch gereicht, um seinen Betrieb zu retten. Doch das hätte auch für den Verbraucher einen höheren Preis an der Supermarktkasse bedeutet, so ZDFzoom.

Mit Material von ZDF Presse und Information

Demo 'Wir machen euch satt 3.0': Dialog statt Protest

Demo in Berlin
'Wir machen euch satt 3.0'. Zur Grünen Woche spielt traditionell die Agrarpolitik eine große Rolle in Berlin. Um ihre Dialogbereitschaft zu zeigen, versammelten sich am Samstagvormittag mehrere hundert Landwirte vor dem Berliner Hauptbahnhof. © Krauß/agrarheute
Demo Landwirte aus Meppen
Die Polizei sprach von mehr als 500 Teilnehmern, die in diesem Jahr zu der Demonstration kamen. © Krauß/agrarheute
Traktoren vor Kanzleramt
In Sichtweite zum Kanzleramt standen auch 52 Traktoren. © Krauß/agrarheute
Traktorfahrer bei Demo
Landwirte u.a. aus Brandenburg, Emsland und Rheinland hatten Strecken von teils mehreren hundert Kilometer auf sich genommen um dabei zu sein. © Krauß/agrarheute
Plakat an Traktor
In den letzten Monaten mussten die Landwirte immer wieder Kritik einstecken. An Politiker einiger Lager gerichtet hieß es deshalb bei der Veranstaltung auch: "Rüsten Sie im Wahlkampf verbal ab." © Krauß/agrarheute
Rednerbühne Demonstration Berlin
Zum Thema Transparenz wurde auf der Bühne unter anderem gesagt: "Jeder kann bei mir in den Stall kommen, er sollte aber vorher fragen." © Krauß/agrarheute
BBV-Präsident Heidl
Auch BBV-Präsident Walter Heidl war unter den Teilnehmern. © Krauß/agrarheute
Landwirt Felix Müller in Berlin
Am Rednerpult standen diesmal aber andere, wie z. B. Junglandwirt Felix Müller aus dem Ammerland, der auch die Sorgen und Zweifel seiner jungen Berufskollegen thematisierte. © Krauß/agrarheute
Agrargenossenschaft Beyern in Brandenburg
Egal ob Agrargenossenschaft... © Krauß/agrarheute
Landwirte aus Baden-Württemberg
...oder Landwirtschaft in Regionen mit kleineren Betriebsstrukturen - © Krauß/agrarheute
Landvolk Niedersachsen
"Einheit durch Vielfalt" lautet ein Credo, dass die deutsche Landwirtschaft ausmacht.  © Krauß/agrarheute
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