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Brandenburg

Dorf für 140.000 Euro versteigert

Dorf Alwine in Brandenburg
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Eva Eckinger, agrarheute
am
11.12.2017

In Brandenburg kam ein ganzes Dorf unter den Hammer. Für 140.000 Euro wurde es nun versteigert. Die Einwohner sind gespannt, wer der unbekannte Käufer ist.

Das Dorf Alwine im Landkreis Elbe-Elster im südlichen Brandenburg stand zum Verkauf. Das Mindestgebot für die Ortschaft lag bei 125.000 Euro. Am Samstag ist es nun für 140. 000 Euro in Berlin versteigert worden. Bei der Versteigerung gab es nur einen Interessenten, der per Telefon bot und schließlich auch den Zuschlag erhielt.

Zwei Millionen Euro Sanierungskosten

Der kleine Ort, bestehend aus zum Teil verfallenen oder sanierungsbedürftigen Gebäuden, liegt etwa zwei Autostunden südlich von Berlin auf einer Waldlichtung und gehört zur Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Die einzige Buslinie in der näheren Umgebung fährt laut dpa ohne Halt vorbei. In der Ansiedlung leben noch etwa 20 Menschen, die meisten Einwohner im Rentenalter. Die maroden Häuser müssten nach Schätzung des Bürgermeisters für mindestens zwei Millionen Euro saniert werden, berichtet die dpa.

Nach Wende zogen Menschen fort

Zu DDR-Zeiten gehörte Alwine einer nahe gelegenen Fabrik für Kohlebriketts. Bald nach der Wiedervereinigung schloss die Fabrik und vor allem die jungen Menschen zogen weg. Im Jahr 2000 kauften zwei Brüder Alwine zum symbolischen Preis von einer D-Mark, stoppten den Verfall aber nicht, berichtet Schweizer Bauer. Einer der beiden starb nun, weshalb das Dorf verkauft wurde.

Käufer handelt "zum Wohle der Einwohner"

Wochenlang haben die Bewohner von Alwine gerätselt, wer ihr Dorf denn nun ersteigern will. Vorerst aber blieb er anonym. Der Höchstbieter möchte mit dem Kauf etwas Gutes tun. Auf dem Bestätigungsfax habe er vermerkt: "Zum Wohle der Einwohner", berichtet die dpa. Das hofft auch der Ortsvorsteher.

Rätsel um Zukunftspläne

Der Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück ist über den ruinösen Zustand der Häuser  verärgert. "Eigentum verpflichtet. Deshalb würden wir gerne mit dem Käufer über seine zukünftigen Pläne reden", erklärt er gegenüber der dpa. Die alten Häuser hätten Bestandsschutz, Neubauten oder Nutzungsänderungen seien allerdings nicht möglich.

Es wird sich zeigen, was der neue Besitzer des Dorfes Alwine nun damit vor hat.

Mit Material von dpa, Schweizer Bauer

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