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Wirtschaft

Drittes Quartal bestätigt Stabilisierungstrend

Externer Autor
am
05.11.2009

Köln - Trotz des anhaltend schwierigen konjunkturellen Umfelds hat sich die Nachfrage nach Motoren und Serviceleistungen der DEUTZ AG im dritten Quartal 2009 leicht verbessert.

Der Auftragseingang lag mit 206 Millionen Euro um rund drei Prozent höher als im zweiten Quartal 2009 (200 Millionen Euro) und auch höher als der Umsatz im dritten Quartal.

Damit bestätigt sich der Stabilisierungstrend, der sich bereits im zweiten Quartal dieses Jahres abgezeichnet hatte. Die Hauptferienmonate Juli und August machen sich alljährlich im Absatz und Umsatz des dritten Quartals bemerkbar. Auch in diesem Jahr lagen Absatz und Umsatz des Kölner Motorenherstellers aufgrund von Werksferien bei vielen europäischen Hauptkunden mit rund 26.300 Motoren und 193 Millionen Euro um etwa 14 Prozent unter den Vergleichswerten des zweiten Quartals.

Operatives Ergebnis: Deutlich unter vorigem Quartal

Dementsprechend lag auch das operative Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten mit -17,3 Millionen Euro deutlich unter dem Wert des vorhergehenden Quartals (-3,5 Millionen Euro). Das bereits im Herbst 2008 eingeleitete Maßnahmenprogramm "MOVE" erwies sich auch im dritten Quartal 2009 als besonders erfolgreich: DEUTZ konnte Ergebnisverbesserungen in Höhe von 30 Millionen Euro erzielen und den Gesamtbeitrag des "MOVE" Programms dadurch auf insgesamt 103 Millionen Euro steigern.

Move Programm: Jahresziel rückt in erreichbare Nähe

Damit ist das Ziel in Höhe von rund 130 Millionen Euro zum Jahresende 2009 in greifbare Nähe gerückt. Die Erfolge von "MOVE" zeigen sich auch darin, dass DEUTZ im September erstmalig nach vielen Monaten wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht hat. Insgesamt erreichte DEUTZ in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 einen Absatz von 86.800 Motoren und einen Umsatz von 634 Millionen Euro.

Absatz: 58 Prozent geringer als im Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich der Absatz um circa 58 Prozent und der Umsatz um etwa 46 Prozent. Dabei wirkte sich der konjunkturbedingte Absatzrückgang stärker auf kleinere Motoren im Bereich unter vier Litern Hubraum aus und schlug damit nur unterproportional im Umsatz durch. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten lag zum Ende des dritten Quartals 2009 bei -40,7 Millionen Euro (Vorjahr: 35,8 Millionen Euro) und das Konzernergebnis nach Einmaleffekten und Ertragsteuern lag bei -87,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet DEUTZ nach wie vor keinen signifikanten Nachfrageanstieg aber einen stabilen Geschäftsverlauf mit einem Absatz, des um rund 50 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Deutz: Intensive Arbeit an Rückkehr in Gewinnzone

Aufgrund der Absatzverschiebungen hin zu größeren Motoren wird der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr deutlich niedriger ausfallen. Die Verbesserungen im Rahmen des "MOVE" Programms haben bereits zum Ende des dritten Quartals einen Umfang erreicht, der die Erreichung der Zielsetzung zum Jahresende sicher macht - diese Ergebnisverbesserungen werden aber nicht ausreichen, um für das Gesamtjahr 2009 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erreichen. DEUTZ arbeitet jedoch intensiv an der Rückkehr in die Gewinnzone. Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Leube: "Alle erforderlichen Maßnahmen sind in den letzten zwölf Monaten Schritt für Schritt auf den Weg gebracht worden. Durch die bereits erzielten und noch erwarteten Einsparungen senken wir nachhaltig die Fixkosten, so dass wir einen niedrigeren Break-even-Punkt erreichen und mittelfristig auch bei niedrigen Absatzzahlen in der Gewinnzone sind." (pd)

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