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Wirtschaft

DRV fordert Masterplan zur Energiewende

se/pd
am
13.06.2012

Berlin - Heute und Morgen veranstaltet der Deutsche Raiffeisenverband ein Wirtschaftsforum. Auf einer Pressekonferenz forderte der Verband einen Masterplan für das Gelingen der Energiewende.

Der Deutsche Raiffeisenverband veranstaltet heute und morgen das Wirtschaftsforum "Agrarwirtschaft auf globalen Märkten - Wie müssen sich Genossenschaften strategisch aufstellen?" in Berlin. Eine Herausforderung sei das Gelingen der Energiewende. Hier gelte es, eine klare Linie zu finden. "Die Energiewende kann nur durch Innovationen und einen fairen Wettbewerb gelingen", betont der DRV-Präsident.
Weitere umfangreiche Subventionen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien müssten vermieden werden. Ansonsten laufe die Energiewende aufgrund steigender Kosten Gefahr, keine ausreichende Akzeptanz in der Agrarwirtschaft und bei der Bevölkerung zu finden.
 
"Die Politik habe ihr Fehler erkannt", so Nüssel. "Wenn heute im Vermittlungsausschuß kein Lösung gefunden wird, kostet das viel Geld". Zur Umsetzung der Energiewende fordert der DRV erneut einen Masterplan. Dieser Masterplan sollte zudem Inhalt eines gesetzlichen Regelwerkes werden, das den zukünftigen Herausforderungen der Energiewende gerecht wird.
 
 

In wachsende Märkte investieren

Wie der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbades (DRV), Manfred Nüssel betonte, könne das Angebot an Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln die wachsende Nachfrage in weiten Teilen der Erde kaum noch decken. "Der weltweite Agrarhandel trägt zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung bei. Insbesondere im Milch- und Fleischbereich haben sich die Auslandsmärkte positiv entwickelt", sagte Nüssel. Dort würde ein hoher und wachsender Teil der Wertschöpfung erzielt.
 
Die Genossenschaften nutzen die Chancen und bedienen diese Märkte. Beispiele dafür sind die Gründung der gemeinsamen Vermarktungsgesellschaft German Dairy Asia der Milch-Union Hocheifel eG und der Molkerei Ammerland eG sowie der Aufbau einer Vertriebsniederlassung des DMK Deutsches Milchkontor in China. Hier sei es wichtig in die wachsenden Märkte zu investieren und einen Absatz für die Milch zufinden.

Null-Toleranz nicht durchsetzbar

Aus aktuellem Anlass äußerte sich der DRV zur Toleranzschwelle von GVO Spuren in Lebensmitteln. Der geforderten Null-Toleranz von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner steht der Raiffeisenverband kritisch gegenüber. Eine Null-Toleranz sei nicht durchsetzbar und würde Lebensmittel künstlich vernichten, betonte der Verband. Eine technische Lösung mit einem Grenzwert von 0,1 Prozent als Hilfsmittel sei nützlich und dürfe nicht als Freibrief für zusätzliche Vermischungen angesehen werden. Eine Abschottung des Importmarktes wie es mit dem Maiskleber geschehen sei, dürfe nicht nochmal passieren.
 
 
Die aktuelle Ernteschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes können sie in Kürze auf agrarheute.com lesen.
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