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Politik national

Düngeverordnung: Rukwied kämpft gegen Sperrfrist, Hoftorbilanz und Co.

von , am
15.01.2015

Die Novellierung der Düngeverordnung war das Top Thema bei einer Fragestunde im Vorfeld der Grünen Woche. DBV-Präsident Joachim Rukwied erteilte vielen Punkten eine Absage.

In einer Fragestunde im Vorfeld der Internationlen Grünen Woche steht DBV-Präsident Joachim Rukwied Rede und Antwort. © Fritz
Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche stellte sich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied den Fragen der Presse. Neben vielen Themen, fokussierten sich die Journalisten schnell auf die Novellierung der Düngeverordnung. Auch Joachim Rukwied brennt das Thema unter den Nägeln: "Die Novellierung muss nochmals überarbeitet werden" lautete sein klares Statement. Der Deutsche Bauernverband sagt ganz klar "Nein" zu Dingen, die der Umwelt nichts bringen, aber die Landwirte belasten.

Krüsken: Düngeverordnung wird zweckentfremdet

Rukwied positionierte sich eindeutig gegen eine Verlängerung der Sperrfristen bei der Ausbringung von Stickstoffdünger. "Es ist nicht akzeptabel, dass wir eine Verlängerung der Sperrfristen haben, die eine gute Düngung und Düngepraxis konterkarieren. Da haben wir ganz klare Positionen, das darf nicht kommen", betonte der DBV-Präsident. Auch die strengeren Vorgaben bei der Ausbringung von Phosphat seien nicht akzeptabel. "Es geht nicht, dass wir beim Phosphat strengere Vorgaben bekommen als das EU-Recht vorgibt", erklärt Rukwied vor der Presse.
In der Diskussion steht auch die Hoftorbilanz. Allerdings scheint es hier keine klare Vorstellung von der Ausgestaltung zu geben. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken sieht keinen Sinn in einer pauschalen Rechnung, die über den ganzen Betrieb geht. "Die Priorität muss bei der Stall-Feld- Bilanz liegen", betonte Krüsken.
Laut Krüsken liege der Schlüssel jetzt bei den einzelnen Bundesländern. "Jetzt sind die Länder am Zug. Wir setzen darauf, dass wir verteilt arbeiten", so der Generalsekretär. Das größte Problem sei die politische Zweckentfremdung der Verordnung, bei der es nicht mehr nur ums Düngen gehe. So sei die Phosphatregelung in den Entwurf hineingeraten, obwohl keine besondere Problematik hinsichtlich der Gewässerbelastung vorliege. "Die Tierhaltung wird hier unter Druck gesetzt", sagt Krüsken abschließend.
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