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Agrochemie

DuPont büßt ein, Bayer will Agrargeschäft ausbauen

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Anke Fritz, agrarheute
am
27.01.2016

DuPont hat sein operatives Ergebnis bekanntgegeben. Ein starker Dollar drückt auf das Ergebnis. Zeitgleich teilt Bayer mit, sein Agrarchemie-Geschäft weiter auszubauen.

Mitte Dezember berichteten wir auf agrarheute von der Megafusion der US-Chemiegiganten Dow Chemical und DuPont. Am Dienstag hat DuPont nun seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vorgestellt. Ein starker Dollar und ein nicht wachsendes Agrargeschäft führten zu erheblichen Einbußen im Jahr 2015.

Starker Dollar drückt aufs Ergebnis

Der operative Gewinn bei DuPont fiel laut der Nachrichtenagentur Reuters um 20 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal brach das Ergebnis sogar um mehr als die Hälfte ein, im Agrarchemiegeschäft schrieb DuPont rote Zahlen. Unter anderem wegen des starken Dollars sank der Umsatz 2015 um zwölf Prozent auf 25,1 Milliarden Dollar.

Derzeitig schwierige globalwirtschaftliche Bedingungen im Agrarbereich und ein langsameres Wachstum in den Schwellenmärkten werden für das Umsatzwachstum des Unternehmens vermutlich auch 2016 weiterhin eine Herausforderung darstellen.

Bayer baut Geschäft aus

Auf Wachstum setzt unterdessen der europäische Konkurrent Bayer. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will die Agrarchemie in den nächsten Jahren weiter ausbauen. "Was uns fehlt, ist Saatgut für großflächige Kulturen, also etwa Soja und Weizen", sagte Vorstandsmitglied Liam Condon dem "Handelsblatt" am Dienstag. Sollten sich Gelegenheiten für Zukäufe ergeben, dann werde Bayer sie prüfen.

Vor allem bei Weizen wollen die Leverkusener eine starke Position weltweit aufbauen. Im Gegensatz zu anderen Sorten habe sich der Ertrag in den vergangenen Jahren nur wenig verbessert. Die Chancen seien daher riesig. "Wer erfolgreich eine wesentlich ertragreichere Weizensorte entwickelt, wird ein lukratives Geschäft auftun."

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