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Dorf und Familie

Dusche für Kühe, Jungvieh auslagern und schwarze Zahlen in der Aufzucht

Externer Autor
am
21.06.2013

WIe kann man Kühen bei Hitze am besten Linderung verschaffen? Bringt es etwas das Jungvieh auszulagern und kann man damit Geld verdienen?

Färsenaufzucht,aktuell,was für Erlöse brauch ich um schwarze Zahlen zu schreiben?
 
varadero schreibt: "Habe 2007 mit der Färsenaufzucht begonnen,nachdem ich mit der Milchviehhaltung aufgehört habe,Zuchtorganisation ist zwischen-geschaltet... Nun nach 2 Preiserhöhungen in den Jahren 2011 und 2012 um 100Euro pro Färse,gestaltet es sich schon wieder zu knapp ! Ich kaufe die Kälber mit 14wch. aus der Milch raus für  300 Euro, und verkaufe das hochtrg. Rind mit im Schnitt 25Monaten ,4wch. vorm Abkalben mit 1400Euro.. Ich trage die Besamungskosten,habe ca.70Plätze im altem Boxenlaufstall, und 60plätze für die Fresser auf Stroh,das ja zunehmen teuer geworden ist,ca. 10000Euro im Jahr für 65 bis 70aufgezogene Färsen! Auch Futtermittel ,Betriebs und Treibstoffe stiegen ja stetig,und Maschinenring und Maschinekosten,nun wer kann mir hier aufzeigen, was ich wirklich an Erlösen derzeit benötige,mir fällt es ja selber schwer jährlich Preiserhöhungen von meinem Vertragspartner einzufordern,aber ich sehe mich ständig in der Verlustzone,wenn ich nicht reagiere,ansonsten muß ich ihm kündigen,bin aber erst in 9Jahren regulär in der Altersrente,so das eine vorzeitige Aufgabe für mich auch wiederum nicht leicht ist, aufgrund mangelnder Alternativen bzgl. weiterer Bewirtschaftung meines Betriebes...." Notill schreibt: "Welche erlöse du brauchst hängt von DEINEN Stückkosten ab, da kann dir keine Tabelle oder Durschnitt von irgendwas helfen, das mußt du schon für deinen eigenen Betrieb unter deinen Betriebsbedingungen rechnen. Ebenso hängt es ja auch davon ab, wie und wie viel Arbeit du dazu benötigst, usw. Es ist schon von daher wichtig die eigenen Stückkosten zu kennen, um überhaupt in eine Preisverhandlung gehen zu können, sonst kann es passieren, dass man sich unter den eigenen Kosten einigt, und glaubt dabei noch was zu verdienen." Und cuxman meint: "Bei Auktionspreisen für abgekalbte Färsen von knapp 2000 € in Verden und noch darüber in Bremervörde sollte dein Erlös auch höher liegen. Wie die vorherigen Schreiber schon ausführten, kann nur eine Auswertung der eigenen Zahlen wirklich Aufschluss über den benötigten Erlös geben. So schwanken hier im Betriebsvergleich des Beratungsringes bei den meisten Betrieben die Deckungsbeiträge der Färsenaufzucht zwischen 100 € und 300 €/Färse, es gibt aber auch deutliche Ausreisser in beide Richtungen. Zur Zeit liegt bei vielen Betrieben der mögliche zu erzielende Pachtpreis der benötigten Futterflächen über den Deckungsbeiträgen/ha der Färsenaufzucht. So solltest du als Alternative auch mal durchrechnen, ob eine Verpachtung unterm Strich nicht mehr in deine Kasse bringt. Die frei werdende Arbeitszeit könntest du anderweitig nutzen. So sucht z.B. der Maschinenring WEM-OHZ ständig zuverlässige Betriebshelfer."

Jungviehaufzucht auslagern

Passend zum ersten Thema fragt Johann1987: "Wo sind die vielen Milchviehbetriebe die Ihre Jungviehaufzucht auslagern? Nur schlechte Erfahrungen? Oder ist es billiger die Rinder zu kaufen?" Fella meint dazu: "auslagern würden viele, nur gibt es WENIG Betriebe die mal 100 Jungtiere nehmen (hier in Bayern)! wir hätten es schon längst gemacht wenn es nen zuverlässigen Betrieb gäbe!" JK-23 sieht es ähnlich: "genau mir geht's ähnlich Betriebe gäbs bei uns schon aber alle noch Anbindeställe und das will ich nicht" tropper merkt an: "es gibt aber auch bessere geschäfte als für andere das Jungvieh auf zu ziehen !" Und Freisinger schreibt: "Ich hab meine Erfahrungen gesammelt.....nieeeeee wieder geb ich mein Jungvieh in andere Hände." 

Dusche für Kühe

Viehdokter schreibt: "jetzt ist es nicht nur dem Menschen zu warm, sondern auch den Tieren. Wer hat eine Dusche für seine Kühe in Betrieb ? Ich suche eine Bastelanleitung, um den Kuhkomfort bei diesen Temperaturen zu erhöhen." Matthias antwortet: "wir setzen seit mehreren Jahren einfache Gartenberegnungsschläuche ein. Die vernebeln das Wasser richtig schön und man kann eine größere Fläche damit beregnen. Hat den Vorteil das die Luft auch noch ein wenig abgekühlt wird. Die Kühe nehmen es sehr gern an und stehen auch beim Fressen gern darunter, Eine weitere Alternative wäre so ein Ventilator mit Verneblung von Wasser. So einen haben wir direkt vor dem Melkstand montiert. Die selbe Firma verkauft auch Kaltnebelgeräte mit Druckluft, extrem effektiv aber durch den hohen Luftbedarf sehr energieintensiv, jedenfalls für Kühställle" Schaumburger bringt den folgenden Gedanken ins Spiel: "Warum nicht einfach ein altes Gestänge von z.B. einer Rau D2 oder Spridomat verwenden? Natürlich gereinigte Schläuche und Düsen... die Leitungen der Spridomat sind Gardena-Anschluß kompatibel und wenn man das mit einer einfachen Beregnungssteuerung aus dem Baumarkt kombiniert, kostet es nicht die Welt... anstatt tausende Euros für die Anlage braucht man dann halt etwas mehr Wasser. Wobei man da ja auch noch einige andere Düsen (die nicht für die Landwirtschaft gedacht sind) einschrauben kann um Wasser zu sparen. Die Wassermenge lässt sich ja auch über den Wasserhahn regeln.. fast zu bedeutet weniger Druck und weniger Wasser... die Kühe werden damit garantiert nass."

Pick Up oder geschlossener Geländewagen?

MV möchte Wissen: "Pick UP oder geschlossen ala Pajero oder Patrol? Was eignet sich besser bei der Arbeit, im Alltag oder im ganzen? Wozu nutzt ihr die Fahrzeuge?" thunderstruck meint: "Pick up mit Doppelkabine. Da kannst Du auch mal vier Leute mitnehmen und hast dennoch die Ladefläche." Hirschtreiber schreibt: "Vor und Nachteil vom Pickup ist die separate Ladefläche. Vorteil weil du das Teil einsauen kannst und der Innenraum sauber bleibt. Nachteil weil die Ladefläche mit Hardtop beschränkter ist wie bei einem Kombi und ohne Dach noch weniger nutzbar, außer um ein ATV spazieren zu fahren. Auch der Innenraum eines DoKa bietet nicht den Platz für die Familie wie ein Kombi. Dazu kommt ein Sonntagsfahrverbot mit Anhänger und eine ziemlich harte Federung auf der Hinterachse." Und Notill antwortet: "Wir haben einen alten Landcruiser, hinten eine Wanne drinnen. man kann von hinten eine Palette mit dem Stapler einladen, und hat doch einen PKW. für meine Anforderungen könnte ich mir kein geeigneteres Auto vorstellen. (Nutzlast 1000kg)"

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