Login
Dorf und Familie

Ehrenpreis würdigt herausragendes Engagement

Externer Autor
am
29.03.2014

Es gibt Menschen, die sich ohne viel Aufhebens einsetzen: für andere, für ihr Dorf und für die Landwirtschaft. Jene "stillen Stars" wie Ilse Tietjen hat LAND & Forst mit einem Preis geehrt.

 
Die Redaktion der dlv-Zeitschrift LAND & Forst hat erstmalig herausragende Persönlichkeiten , die sich ehrenamtlich im ländlichen Raum einsetzen mit einem Ehrenpreis, dem "LANDStern", gewürdigt. Geehrt wurden Menschen vom Land, die mit großem persönlichen Einsatz weit mehr als ihre Pflicht tun, damit das Leben im Dorf lebenswert ist und bleibt. Stark für die Menschen, Stark für das Dorf, Stark für die Landwirtschaft, Stark für den Fortschritt - das waren die vier Kategorien, in denen die Leser per Online-Voting jeweils ihren LANDStern wählten.
 

Ehrenpreis für Kategorie "Stark für die Menschen"

In der Kategorie "Stark für die Menschen" gewann Ilse Tietjen. Sie ist seit sieben Jahren ehrenamtliche Helferin im „Trauerland“ Oldenburg, einer Anlaufstelle für trauernde Kinder und Jugendliche. "Trauerland gibt jungen Menschen zwischen zwei und achtzehn Jahren und deren Familien, bei denen ein Angehöriger verstorben ist, einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg", erklärt Ilse Tietjen.
 
Die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der LandFrauenvereine Ammerland und Friesland-Süd Ilse Tietjen aus Wiefelstede, Landkreis Ammerland, arbeitet seit sieben Jahren ehrenamtlich im "Trauerland", Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, in Oldenburg. Dort können Kinder, bei denen die Mutter, der Vater, Geschwister oder ein anderer nahestehender Mensch verstorben ist, alle 14 Tage in Trauergruppen ihre Gefühle ausdrücken. Dabei werden sie von Pädagogen, Psychologen und geschulten Ehrenamtlichen begleitet. Tietjen selbst verlor einen nahen Angehörigen und glaubt, dass ihr dieser Verlust im Umgang mit den Betroffenen hilft.
 

"Glücklich über die Erfahrung"

Für die rund 40 Kinder (in drei Gruppen) im Oldenburger "Trauerland" ist sie gemeinsam mit weiteren 44 ehrenamtlichen Mitarbeitern eine Stütze. "Die Arbeit ist keine Therapie, sondern Kinder werden auf ihrem Trauerweg begleitet. In der Gruppe treffen sie Kinder, die ebenfalls trauern. Mit ihnen und geschulten Ehrenamtlichen können sie über ihre Gefühle reden, lachen, malen, toben oder einfach nur zugucken."
 
Während ihrer Arbeit als Dorfhelferin begleitete Tietjen eine Familie mit drei Kindern, die mit dem Tod der Mutter konfrontiert wurde. So kam sie mit dem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche in Kontakt. "Ich bin glücklich, dass ich den Weg zum "Trauerland" gefunden, über den Trauerprozess von Kindern und Jugendlichen viel erfahren habe und dass ich sie mit anderen Ehrenamtlichen auf ihrem Trauerweg begleiten kann."
 

LANDStern Gala: Preisverleihung

Auch interessant