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Ernährung und Gesundheit

Eierfärberei Beham: Ostereier mit besonderer Qualität

Martin/agrarheute
am
27.03.2013

Thannhausen - Die Eierfärberei Beham ist eine der ältesten Eierfärbereien Deutschlands. Die Eier werden in Dampf gegart, dadurch entsteht die wachsweiche Konsistenz der Dotter.

 
"Unsere Eier werden schonend in Dampf gegart", erklärt Markus Rothermel und verrät damit das Geheimnis der wachsweichen Konsistenz der Dotter. Zusammen mit seiner Frau Inge leitet der die Eierfärberei Beham in Thannhausen in dritter Generation. Der Familienbetrieb ist eine der ältesten Eierfärbereien Deutschlands. "1953 hat der Großvater meiner Frau den Betrieb im niederbayerischen Marklhofen gegründet", sagt Rothermel. "Mittlerweile sind wir seit mehr als 30 Jahren in Thannhausen ansässig."

Maximal 250.000 Eier pro Tag

In der Eierfärberei Beham verwandeln sich jedes Jahr tausende von rohen Eiern zu bunten Ostereiern. Jetzt, in der Hochsaison stehen die Maschinen und Bänder erst am Abend still. Oft wird auch am Wochenende produziert. "Saisonstart ist um den Heilige-Drei-Königs-Tag rum, Saisonende ist immer am Gründonnerstag", sagt Rothermel. Produziert wird nur nach Aufträgen. Am Tag können maximal 250.000 Eier gefärbt werden. "Der Tag beginnt für mich um vier Uhr. Zuerst muss der Kessel angeheizt werden. Die Damen kommen um sieben Uhr. Wichtig ist, dass genügend frische Ware zur Verfügung steht." Die Rohware bezieht die Familie hauptsächlich aus Deutschland. Kann der Bedarf nicht gedeckt werden, wird auf Ware aus den Niederlanden zurückgegriffen.

Schonend im Dampf gegart

Das besondere an den Beham-Eiern ist die Qualität. Schonend im Dampf gegart bleibt der Dotter wachsweich. "Die Eier werden zuerst vom Papphöcker auf eine Metallschablone gestülpt. Dann werden sie 180-Stückweise in die Dampfanlage geschoben. Auf einem Band laufen sie durch die Maschine und werden dabei von oben und unten bedampft. Entscheidend ist, wie stark der Dampf auf die Eier einwirkt", erklärt Markus Rothermel. "In der Kochanlage wechseln warme und kalte Phasen ab, danach werden sie ausgekühlt." Zum Schluss werden die Eier dann gefärbt: Rot, Gelb, Grün, Blau, Orange und Violett mit Marmorierung. Die entsteht, da die Eier nicht mit Farbe bespritzt oder getaucht werden, sondern durch Farbwalzen rollen.

Regionaler Verkauf

Die gefärbten Eier liefert Beham an regionale Bauernläden, Wochenmärkte, Bäckereien und Metzgereien. "Wir sind da regional sehr begrenzt. Unsere weitesten Abnehmer sind ungefähr 150 bis 200 Kilometer entfernt. Ein Bereich, den wir beliefern, ist der der Großraum Stuttgart, aber natürlich auch der Großraum München sowie das Allgäu", erklärt Rothermel. Während der Saison können die bunten Eier im täglichen Fabrikverkauf, auch in kleinen Mengen, direkt ab Produktion gekauft werden. Wer beim Einkauf etwas Zeit mitbringt, kann von einer Aussichtsplattform zuschauen, wie die Ostereier entstehen.
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