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Die Eisheiligen: Pankratius

© agrarfoto.com
von , am
12.05.2016

"Haucht Pankratius Reif über Trespe und Quecken, besorg deinem Garten wärmende Decken," schreibt Meteorologe Dr. Jurik Müller zum 2. Eisheiligen, Pankratius.

Die Eisheiligen: 12. Mai - Pankratius

Der zweite, am 12. Mai ins Haus stehende Vertreter der Eisheiligen, Pankratius, wird als Schutzpatron der Kinder, der Erstkommunikanten und der jungen Saat sowie als Helfer bei Kopfschmerzen verehrt.

Der Legende nach kam Pankratius um das Jahr 290 in Phygrien in der heutigen Türkei zur Welt. Nach dem frühen Tod seiner Eltern gelangte er im Jahr 303 nach Rom. Dort soll er ein Jahr später als Vierzehnjähriger der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer gefallen und öffentlich enthauptet worden sein.

In klaren Nächten verstärkte Wärmeabstrahlung

Besonders in klaren Nächten, wenn sich bei einschlafendem Wind und verstärkter nächtlicher Wärmeabstrahlung eine stabile Luftschichtung über dem Boden ausgebildet hat, und unmittelbar über der Erdoberfläche die niedrigsten Temperaturen auftreten, kommt es im Wiesengras verstärkt zu Kondensations- oder Sublimationsprozessen - darunter ist der Übergang des Wassers vom gasförmigen Aggregatzustand (Wasserdampf) in den flüssigen beziehungsweise festen Aggregatzustand zu verstehen.

Unterschiede von bis zu 10 Kelvin

Die Unterschiede zwischen der im internationalen Standardmessniveau von 200 cm über Grund registrierten Temperatur und der in 5 cm Höhe gemessenen Temperatur der Luft kann mehr als 10 Kelvin betragen. Die Temperaturstatistik von Halle (Saale) verrät allerdings, dass nicht einmal an einem Prozent aller Maitage des vergangenen Jahrhunderts Fröste in der für die Messung der Lufttemperatur international vereinbarten Höhe von 200 cm über Grund registriert worden sind. Das dürfte auch für viele andere Tieflandregionen Deutschlands repräsentativ sein.


Mit zunehmender Höhenlage steigt natürlich die Anzahl der Tage mit Maienfrost.

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