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Wirtschaft

Emmentaler Ziel: Der außereuropäische Markt

lid
am
20.04.2012

Emmentaler Switzerland machte 2011 vor allem der Absatzeinbruch im wichtigen Auslandmarkt in Italien zu schaffen. Gute Verkäufe seit Anfang des Jahres sorgen aber für verhaltenen Optimismus.

Zudem will Emmentaler außereuropäisch expandieren. Alleine in Italien konnten letztes Jahr 2.000 Tonnen Emmentaler AOC weniger verkauft werden, wie die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland mitteilt. Das ist ein Einbruch von 20 Prozent. Auch der steigende Absatz in anderen Exportmärkten habe diese Verluste nicht mehr wettmachen können. Insgesamt wurden 24.290 Tonnen Emmentaler abgesetzt, rund 2.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Im Schweizer Detailhandel konnte der Absatz leicht gesteigert werden.

Absatz steigt um 30 Prozent

Verhalten optimistisch zeigte sich Emmentaler Switzerland an der gestrigen Delegiertenversammlung in Bern aufgrund der guten Verkaufszahlen seit Jahresbeginn. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 30 Prozent an. Die Sortenorganisation sieht neben dem aktuellen Frankenkurs auch die aktuelle Handelsstruktur mit großem Preiskampf als Problem an.
 
Ernsthaft geprüft werden soll nun die Möglichkeit einer Angebotsbündelung in Form eines zentralen Käseeinkaufs. Auch die Wiedereinführung der zentralen Mengensteuerung werde wieder geprüft, so Emmentaler Switzerland. Weil in den bestehenden europäischen Absatzmärkten die Käsemärkte gesättigt sind, will Emmentaler ab 2013 in außereuropäische Märkte expandieren. Welche Wachstumsmärkte angegangen werden sollen, prüft Emmentaler derzeit. 
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