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Wirtschaft

Emmi verdient mehr

Externer Autor ,
am
31.03.2010

Luzern - Emmi hat im Geschäftsjahr 2009 mit 2,62 Milliarden Schweizer Fanken (1,81 Milliarden Euro) 1,9 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Beim Reingewinn war jedoch eine Steigerung zu verzeichnen.

Der Reingewinn stieg jedoch um 28,3 Prozent auf 75,3 Millionen Franken (rund 52 Millionen Euro). Der Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 109,0 Millionen Fanken.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Emmi, den Umsatz halten zu können sowie eine Reingewinnmarge zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent zu erreichen.

Nur mit Akquisitionen im Plus

Der Umsatz sei besser ausgefallen als erwartet. Fast sämtliche Produktgruppen verzeichneten rohstoffpreisbedingt im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang, da der Milchrohstoffpreis im 2009 rund 18 Prozent tiefer war als im Vorjahr. In der Schweiz fiel der Nettoumsatz um 4,9 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Bereinigt um die Akquisition der Genfer Nutrifrais SA entspricht dies einem Rückgang von 5,4 Prozent. Die Verringerung der gelieferten Mengen betrug dabei 2,5 Prozent, was im Wesentlichen auf den Wegfall generischer Volumen bei einem großen Schweizer Kunden zurückzuführen ist.

Internationale Märkte: Umsatz steigt um 7,9 Prozent

In den internationalen Märkten erzielte Emmi eine Umsatzsteigerung von 7,9 Prozent auf 466 Millionen Euro. Diese ist vor allem auf die Akquisition der Firma Roth Käse Ltd. in den USA zurückzuführen. Akquisitionsbereinigt verzeichnete Emmi in den internationalen Märkten einen leichten Umsatzrückgang (-1,5 Prozent in Lokalwährung) infolge schwieriger Konsumentenstimmung und sinkender Rohstoffpreise. Die hohe Milchpreisdifferenz zwischen der Schweiz und Europa - insbesondere im ersten Halbjahr - war dem Exportabsatz dagegen nicht förderlich.

Schweiz: 18 Prozent niedriger Rohstoffpreis

Im Berichtsjahr sind die internationalen Milchpreise aufgrund der hohen Milchproduktion und infolge der globalen Wirtschaftskrise erneut gesunken. Auch in der Schweiz war der Rohstoffpreis für Molkereimilch rund 18 Prozent tiefer als im Vorjahr. Der Milchpreis wurde innerhalb eines Jahres zweimal gesenkt (am 1. Januar um 9,2 Rappen und am 1. Juli um weitere sechs Rappen). Diese Preisabschläge wurden in vollem Umfang den Kunden weitergegeben. (dlz agrarmagazin/pd)

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