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Dorf und Familie

Das Ende der Jagdgenossenschaften? Und ist Biogas wirklich Bio?

Externer Autor
am
29.06.2012

Was bedeutet das neue Urteil ein Ende der Jagdgenossenschaften? Darf sich Biogas zurecht "Bio" nennen? Und was kostet die Folienentsorgung?

Ende der Jagdgenossenschafts- zwangsmitgliedschaft?
 
Aus aktuellen Anlass schreibt DWEWT: "der EU-GH hat heute entschieden, dass das Eigentumsrecht, aufgrund der Zwangsmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften, unzulässig eingeschränkt wird. Die Bundesregierung muss nun die entsprechenden Gesetze ändern. Es könnte das Ende des bisher geltenden Reviersystems sein. Freiwillig wird man auch in Zukunft seine Flächen in die Jagdgenossenschaft, zum Zweck der Bejagung, einbringen können. Wie steht Ihr dazu? Weiterhin Jagdausübung auf Euren Flächen oder würdet Ihr die Jagdausübung auf den Eigentumsflächen verbieten?" christiannds antwortet: "Das kann -meinetwegen- so bleiben. Es muss sich je jemand um die Schwarzkittel kümmern, der "gute" Nebeneffekt für die Jäger ist eben, dass Sie dann auch mal ein Rotwild vors Rohr kriegen, warum nicht. Dank "Futterohneende" (Mais) haben die Kittel doch nie mehr Not im Jahr und das muss dann eben bekämpft werden." Und Rottalboy meint: "Natürlich habe ich ein Interesse daran, dass meine Flächen bejagt werden. Wenns nach mir geht, Jagdpacht runter, Abschusszahlen rauf. Ein gesund nachwachsender Wald ist mir viel wert." Argo warnt: "NRW mit Umweltminister Johannes Remmel bereitet ja gerade ein neues Jagdgesetz vor, wo auch Flächen aus der Jagdgenossenschaft herausgenommen werden können und die Bejagung wegfällt. Abwarten wie es ausgeht, aber der Umbruch scheint nicht mehr aufzuhalten zusein." 

Ist Biogas wirklich "Bio"?

Bummalschupsa stößt dieses kontroverse Thema an: "Oder ist die Vorsilbe nur Irreführend? Sollte man es in Kompogas oder Faulgasanlage umbennenen? Ist der Begriff nur für Anlagen in biologisch wirtschaftenden Betrieben gerechtfertigt? Rottalboy meint: "Ich wüsste nicht, was an dem Begriff Biogas irreführend sein soll. In einem Bioreaktor wird mittels eines biologischen Prozesses brennbares Gas erzeugt --> Biogas. Der Begriff passt, wie die leere Flasche zum Alkoholiker." Und Matthias auch kontert mit ein einer Gegenfrage: "Gibt es landwirtschaftliche Betriebe die nicht biologisch wirtschaften? Unabhängig jetzt ob der Begriff Bio irgendwie geschützt ist..." christiannds schreibt: "Ich hatte vor ein paar Jahren mal Einblick in eine Studie, die ganz klar belegte, dass das mit einer "Erzeugung" von Gas nix gemein hatte. Man sollte die Anlagen eher "Umwandlunsganlagen von Diesel in Gas/Strom mit -(Puffer)Speicher- Acker" nennen.Die Politik denkt heute wohl auch schon anders, das Problem ist das Rückgängig machen. Die Anlagen müssen -leider- bezahlt werden. Vielleicht nutzen Sie uns irgendwann mal, um stabileren Strom(hier gemeint die Last) zu generieren." 
Alle Meinungen hier:              http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/43386/page/1/

Kosten für Stretchfolienentsorgungneues Feld

brofraluda interessiert folgendes: "Was müsste man für die Entsorgung von Stretchfolie Preis m3 kalkulieren?" Freisinger antwortet: "Unser Entsorger verlangt 50€/m³. Wenn man mit ihm redet.....da geht scho was mit Handeln." holgi0904 schreibt: "Die Folie ist ein wertvoller Rohstoff der zur Zeit sehr begehrt ist. Bei uns holt ein privater Entsorger sie kostenlos ab." Das bestätigt auch Divina: "Genau! Bei uns auch kostenlos! Die verdienen schliesslich noch Geld damit! Frag mal bei deinem städt. Entsorger nach: oft stellen sie dir kostenlos einen Container dafür auf. Hierbei verlangen sie allerdings, dass die Folien "besenrein" und ohne Reste sind (Stroh/ Heu, etc). Ansonsten frag mal bei deinem Landvolk-Verband nach. Ich weiss, dass die Verbände von privaten Anbietern Angebote bekommen, sogar Ballennetze, Kordeln u. sonstiges anzunehmen, was die städtischen Entsorger bei uns nicht machen. (Wird natürlich nicht öffentlich diskutiert, da ja Konkurenz zu den Öffentlichen, mit denen die Landvölker sich natürlich nicht überwerfen wollen). Frag dich halt mal durch, aber bezahle um Himmelswillen kein Geld dafür!" 
mehr hier:                    http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/43307/page/1/ 

Fragen zur Ladewagen-Lenkachse

Thitch1990 fragt: "Ich hab eine Frage, und zwar hat jemand Erfahrung mit Ladewagen und Zwangslenkachsen? Wir wollten uns einen neuen Ladewagen zulegen(um 40m³) und mir wurde jetzt schon ein paar mal von einer Zwangslenkung abgeraten wenn wir über den Haufen fahren wollen zum abladen. Und zwar hat man mir gesagt, dass wenn der Haufen zum Beispiel nicht ganz eben gewalzt ist und der Traktor/Wagen in ein Loch reinfährt, die Zwangslenkung arbeitet und im schlimmsten Fall den Wagen Richtung Mauer bewegt. Hat jemand Erfahrung damit mit Zwangslenkung über Silomieten zu fahren? Und reagiert die Zwangslenkung auf der Miete wirklich teilweise so extrem?"  Reerman antwortet kompetent: "wir fahren mehrere Wagen mit Zwangslenkung. Sowohl mechanisch-hydraulische Ansteuerung als auch elektronische Ansteuerung. Im allgemeinen kann man nur von Vorteilen reden. Die Theorie mit den Kanten und Wänden hat sich in der Praxis nicht bestätigt. Jeder hat heute einen Siloverteiler und der bring das Material an die Kanten und Wände. Wenn die Ansteuerung auf selber Höhe wie die Anhängung ist sind Lenkbewegungen nicht bemerkbar. Allgemein ist wichtig das die Spur regelmäßig eingestellt wird, verstellt sich die Spur z.B duch kleine undichtigkeiteiten im hydraulik System steigt der Reifenversdhleiß enorm. Bei elektronischer Ansteuerung zucken die Lenkzylinder im Stand wenn die Potis gerade auf 2 Signalen stehen, so ist das LS ständig in Arbeit. Mit Zwangslenkung ist man auch nicht mehr so wendig weil die hinteräder des Schleppers an das Gestänge kommen können. (was aber die Zapfwelle schont :))Die elektronische Zwangslenkung schaltet je nach System ab einem bestimmten Lenkwinkel ab und geht in nachlauf Lenkung, das kann am Berg schonmal gefährlich werden. Beim Rangieren rollt der Wagen immer dort hin wo er hin soll, also er lenkt in die vorgegebe Richtung. Das schont die Grasnarbe und das lästige rudern am Lenkrad wird um ein vielfaches reduziert. Auch wenn man rückwärts hinterm Häcksler herfährt hat das seine Vorzüge. Wer von einer Zwangslenkung abrät hat vermutlich noch nicht oder wenig damit gefahren und gearbeitet.."

Zwischenfrucht-Untersaat

poelsterer erhofft sich Hilfe: "Hey mal ne frage an euch will zur nächsten Saat ZF-Untersaat im Roggen ausprobieren evtl. auch in WG und WW. So und jetz meine frage drillt ihr die Untersaat gleich zur Saat mit der Hauptfrucht ein oder davor? Wie sind die Erfahrungen allgemein mit Untersaat im Getreide? Und was würdet ihr am besten als Untersaat empfehlen." comet schreibt: "Ich mach ne Untersaat mit Kleegras bei WW.  Sä den Weizen in "Weite Reihe". Die Untersaat wird mit nem Lehnerstreuer ausgebracht und mit nem Striegel in Dobbelterüberfahrt eingearbeitet...  Das Zeug sollte bei uns so März - April draußen sein. Beim Striegeln sollte der Boden noch leicht Feucht sein, dann geht das Unkaraut leichter raus... Die ganze Geschichte steht und fällt aber mit dem Regen im Frühjahr, zu wenig und alles war für die Katz." Und tyr macht es so: "Weißklee. Ich Drill die mit der Hauptfrucht zusammen." Auch  Darky gibt wertvolle Tipps: "wir sollten grundsätzlich mal nach Zwischenfrucht und Untersaat unterscheiden. Beide haben grundsätzlich unterschiedliche Ziele und Aufgaben. Eine vernünftige Zwischenfrucht muss Masse entwickeln - und gerade das will man bei einer Untersaat vermeiden wegen der Konkurenz zur Hauptfrucht.  Mein Tipp für Untersaaten: niedrig bleibende Weisskleesorten beim Walzen in den Bestand streuen, maximal 6m Streuweite sonst wird das nix. Alternativ eignet sich Weideluzerne sorte Luzele oder bestimmte Gräserarten - Nachteil bei allen ist die Empfindlichkeit gegen Herbizide... Tipp für Zwischenfrüchte: 6 Wochen vor der Ernte mit Streuer in den Bestand.  Das gibt der ZF ne Menge mehr Zeit im Herbst und man spart sich ne Bodenbearbeitung u spart auch noch Wasser.. hier würde ich Senf oder Raps empfehlen. Oder auch Alex und Perserklee....oder mal Buchweizen....oder oder oder..."

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