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Hofheld-Blog der Woche

Endlich Käse aus der eigenen Käserei

Friderike in der Käserei
am
22.05.2019

Der lange Weg zur eigenen Käserei ist endlich geschafft. Welche Hürden Hofheld-Bloggerin Friderike zu meistern hatte und was nun alles in ihrem Marktwagen erhältlich ist, lesen Sie hier.

Lange hat es gedauert aber endlich ist meine eigene kleine Käserei fertig! Vor etwa 2 Jahren fingen die Planungen an, ich habe einen Kurs beim „Verband für handwerkliche Milchverarbeitung“ gemacht.
Nach diesem kurzen Einblick wurde der Wunsch nach einer eigenen Produktion immer größer.
Von Anfang an stand jedoch fest, die Käseproduktion bleibt erst mal ausgelagert bei der mobilen Käserei, ich möchte mich auf die so genannten Frischeprodukte spezialisieren.

Dies umfasst z.B. Trinkmilch, Joghurt, Quark und Frischkäse. Mit diesen Produkten kann ich mein Sortiment wunderbar ergänzen und mein Angebot auf den Märkten vergrößern.

Auf den Weg machen

Nun begann der lange Weg, Gespräche mit der Landwirtschaftskammer, dem Veterinäramt und einem Architekten.

Da wir viel selber gemacht haben, hatten wir immer mal wieder Baustopps bedingt durch andere Arbeiten auf dem Betrieb.

Immer mal wieder mussten wir aber auch auf Ämter und Behörden warten, so habe ich 3 Monate auf meine Steuer ID warten, die ich dafür brauchte meinen Pasteur aus dem Ausland zu kaufen.
In dieser Zeit musste ich meine Kunden vertrösten, doch nun kann es endlich losgehen.
Die Schlussabnahme vom Bauamt und vom Veterinäramt ist da und ich darf offiziell meine eigenen Produkte verkaufen.

Endlich ein großes Sortiment

Nun kann ich am Sonntag meinen ersten großen Markt mit großem Sortiment beliefern.
Auf meinen Wochenmärkten habe ich das Anfangssortiement mit Trinkmilch, Naturjoghurt und Fruchtjoghurt sowie Kakao schon präsentiert und die Kunden sind begeistert.
Bald möchte ich auch Frischkäse und Quark anbieten.
Doch erst muss sich vieles einspielen, wann produziere ich, wie viel muss ich produzieren und was fragt der Kunde nach ganz abgesehen von: schmeckt es dem Kunden?

Auch die Frage nach der Verpackung ist ein schwieriges Thema, der Kunde wünscht sich am liebsten Mehrweg-Glasverpackungen, dies kann ich in meinen Räumlichkeiten aber nicht reinigen und kann es daher nicht anbieten.
Somit ist der ganze Prozess noch lange nicht beendet, es wird immer wieder etwas verändert und umgestellt, bis alles passt und die Kunden und ich zufrieden sind.

Von ganzem Herzen

Im Moment bin ich einfach nur unfassbar froh, endlich meine eigenen Produkte herzustellen und zu hören wie gut es meinen Kunden schmeckt.
Damit schließt sich für mich ein Kreis, von der Urproduktion direkt bis zum Endverbraucher. Dieser Weg ist über die Jahre mit dem Einzelhandel und anderen Zwischenstationen immer länger geworden und hat zur derzeitigen Situation beigetragen, dass die Kunden das Vertrauen zu uns Landwirten verloren haben.

Milchtankstellen: Einstieg in die Direktvermarktung

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