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Umwelt

England: Dürre breitet sich weiter aus

von , am
19.04.2012

London - Die britische Umweltbehörde hat 17 weitere Landkreise im Südwesten und der Mitte Englands offiziell zu Dürregebieten erklärt. Anlass ist der zweite außergewöhnlich trockene Winter in Folge.

Wärend die Zahl der besonders heißen Tage in Europa weiter zunehmen wird, sinken die Tage mit Frost. © Mühlhausen/landpixel
Für den Südosten und Osten des Landes galten schon bisher Einschränkungen für die Wassernutzung. In den Dürregebieten legen die Wasserversorgungsunternehmen spezifische Maßnahmen zum Wassersparen fest. So dürfen private Haushalte nicht mehr mit dem Gartenschlauch den Rasen wässern oder das Auto waschen.
 
Das Landwirtschaftsministerium und die Umweltagentur arbeiten mit Landwirten zusammen, um die Wasserversorgung in den Sommermonaten zu verbessern. Sie wollen Wasserentnahmen für die Landwirtschaft flexibler handhaben.

Gartenschlauchverbot ausgerufen

Nach Angaben des britischen Bauernverbandes (NFU) bewässern die Bauern inzwischen bevorzugt in der Nacht und investieren in Regenreservoirs. Im Winter 2011/12 fielen in Teilen Englands nur 60 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge, sodass die bereits vom Vorjahr niedrigen Fluss- und Grundwasserpegel nicht aufgefüllt werden konnten.

Trockenheit dauert weiter an

Die Umweltbehörde warnte, die Trockenheit könne bis nach Weihnachten 2012 andauern. Niederschläge im Frühjahr und Sommer könnten zwar den landwirtschaftlichen Kulturen helfen, die Dürre aber nicht beenden. Dafür seien ausgiebige Regenfälle im kommenden Winter vonnöten. Eine Gefährdung der öffentlichen Wasserversorgung hält die Behörde für unwahrscheinlich. Gleichwohl trifft sie Vorbereitungen für einen dritten trockenen Winter.
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